+++ Eilmeldung +++

DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim

Starkregen, Sturmböen und Hagel

DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim

Landkreis Rosenheim – Der DWD veröffentlichte am Sonntagabend (26. September) eine amtliche …
DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim
Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„FASS OHNE BODEN“?

Waldkraiburger UWG-Stadtrat warnt vor weiteren Kosten für Tierheim-Neubau

Manuela Gyimes, Vorsitzende des Tierschutzvereins Waldkraiburg, kämpft mit ihrem Vorstand seit vielen Jahren um das neue Tierheim und versteht nicht, dass es erneut Widerstände gibt. Grundner/UWG
+
Manuela Gyimes, Vorsitzende des Tierschutzvereins Waldkraiburg, kämpft mit ihrem Vorstand seit vielen Jahren um das neue Tierheim und versteht nicht, dass es erneut Widerstände gibt. Grundner/UWG
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
    schließen

315.000 Euro bringt die Stadt für den Tierheim-Neubau auf. Der Waldkraiburger Stadtrat Wolfgang Hintereder befürchtet, dass diese Summe noch steigen könnte, wenn der Tierschutzverein Problem bei der Finanzierung bekommt.

Waldkraiburg – Nur eine Wortmeldung gab es in der Stadtratssitzung bei der Verabschiedung des städtischen Haushalts – und die betraf den geplanten Neubau des Tierheims. UWG-Stadtrat und Umweltreferent Wolfgang Hintereder warnte davor, dass die Stadt das Projekt mehr Geld kosten könnte als die 315.000 Euro, die im Investitionsprogramm stehen. Dann nämlich, wenn der Tierschutzverein die Finanzierung nicht sicherstellen kann.

Tierheim ist keine Pflichtaufgabe

Eben dies befürchtet der Stadtrat aus St. Erasmus, dass der Verein das Projekt in Angriff nimmt, ohne dafür schon alle Mittel zusammen zu haben. Was passiert dann? Ist vertraglich gesichert, dass die Stadt in diesem Fall keine weiteren Kosten übernimmt? Das wollte Hintereder wissen, der zugleich betonte, dass er den Neubau und den Standort zwischen Pürten und Rausching nicht mehr in Frage stellen wolle. „Es darf aber kein Fass ohne Boden werden.“

Lesen Sie auch:

Kleines Paradies für Mensch und Tier: Spatenstich für Waldkraiburger Tierheim im Frühjahr

Hintereder stellte klar: Das Tierheim sei keine kommunale Pflichtaufgabe. Bei den Großprojekten der Stadt, die in den nächsten Jahren anstehen, könne sich die Kommune auf keinen Fall mit zusätzlichen Mitteln an dem Neubau beteiligen.

Wolfgang Hintereder fürchtet eine Überlastung der Stadt.

Stadt kommt für Erschließung auf

Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) verwies darauf, dass 315 000 Euro im Investitionsprogramm für das Tierheim ausgewiesen seien, 115 000 Euro in diesem Jahr, 200 000 Euro im nächsten Jahr. „Die Erschließung zahlen wir“, so Pötzsch. Das sei beschlossene Sache.

Lesen Sie auch:

Schallschutz und Standortanalyse: Tierheim-Projekt in Waldkraiburg nimmt nächste Hürden

Der Bürgermeister stellte allerdings klar: „Wir fangen damit erst an, wenn der Tierschutzverein mit dem Bau beginnt.“ Die Stadt werde nicht in Vorleistung gehen.

Tierschutzverein will im Sommer starten

Manuela Gyimes, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Waldkraiburg und Umgebung, reagiert verärgert auf die Warnung des UWG-Stadtrates und stellt klar: „Wir fangen auf jeden Fall heuer mit dem Neubau an.“ Sie gehe davon aus, so Gyimes, dass es Ende Juni oder im Juli so weit sei.

Lesen Sie auch:

Klares Bekenntnis zu Tierheim-Neubau: Stadt Waldkraiburg will Erschließungskosten übernehmen

Der Tierschutzverein ist überzeugt, dass die Stadt die zugesagten Kosten für Stromversorgung und Straße wie vereinbart übernimmt. Darüber hinaus stellt der Tierschutzverein keine Forderungen.Die Vorsitzende räumt zwar ein, dass die Mittelakquise schwieriger geworden sei. „Corona macht uns natürlich auch zu schaffen.“ Der Tierschutzverein gehe aber nicht blauäugig an den Neubau heran. „Wir haben einige Sponsoren.“ Verein darf zudem mit Zuschüssen vom Deutschen Naturschutzbund und vom Freistaat rechnen. Und die Bauweise sei so geplant, dass nicht das gesamte Projekt zwingend in einem Zug umgesetzt werden muss. „Das ist erweiterbar.“

Weitere Nachrichten aus der Region Walkdraiburg finden Sie hier.

Corona erschwert Mittel-Akquise

Der Verein hatte stets mit Kosten in einer Größenordnung von 1,5 Millionen Euro kalkuliert. Daran hält Gyimes fest. Seit Jahren kämpft der Verein, dessen Tierherberge in Pürten nicht mehr den Erfordernissen entspricht, um ein neues Tierheim. Dafür wurde bereits ein 2,6 Hektar großes Grundstück in der Nähe des Innkanals auf Höhe des Weilers Innthal erworben.

Mehr zum Thema

Kommentare