Waldkraiburg startet mit „Halleluja“ ins neue Jahr

Mit temperamentvollen Soliwechselten sich die Sänger des Gospelchors ab.
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Mit temperamentvollen Soliwechselten sich die Sänger des Gospelchors ab.

Waldkraiburg – „Ich komme wieder“ – Reverend Dwight Robson hat Wort gehalten und kam mit seinen Golden Voices of Gospel nun bereits zum zweiten Mal in Folge am Neujahrstag mit einem Gospelkonzert in die Christkönigkirche nach Waldkraiburg.

25 Jahre ist die aus New York stammende Gruppe in Europa unterwegs und feiert Erfolge. Auch in Waldkraiburg war die Kirche gut gefüllt.

„Halleluja – welch grandioser Einstieg ins neue Jahr“ – war der Kommentar eines Zuschauers bereits in der Pause beim Glühweinstand am Eingang. Dabei ahnte er noch nicht, was ihn in der zweiten Halbzeit erwarten würde. Mit „Halleluja“ aus der Feder von Leonard Cohnen eröffnete zunächst eine Gastsängerin aus der Steiermark, die 17-jährige Vanessa Zinner, das Konzert stimmgewaltig bevor schließlich Reverend Dwight Robson und sein neunköpfiger Chor den Altarraum betraten.

Sanfte undgetragene Töne

Mit „I’m so thankful“ starteten die Golden Voices of Gospel mit sanften, getragenen Tönen und steigerten ziemlich schnell den Rhythmus. Spätestens beim dritten Lied war auch der letzte Besucher im Gospelfieber und klatschte begeistert mit. Das mag einerseits an der ohnehin mitreißenden Musikgattung gelegen haben, doch bestimmt vor allem durch die von Beginn an charismatischer Präsenz der erstklassigen Gesangsstimmen.

So wechselten die Sänger und Sängerinnen sich mit temperamentvollen Soli in den einzelnen Stücken ab. Mal soulig bis voluminös bei den Solistinen und mal zart bis kräftig in den Männerstimmen – die Vielfalt war groß und das Repertoire der Künstler umfangreich. Mit dabei war auch ein Keyboarder und ein Schlagzeuger, die die Gruppe in genau richtiger Dosis rhythmisch unterstützten und dem Konzert ein ganz eigenes Flair verliehen.

Ein Hochgenuss in der ersten Hälfte des Konzerts war das mehrstimmige Lied „Going up yonder“, bei dem die einzelnen Gesangsstimmen einzeln der Reihe nach einsetzten und schließlich mit einem musikalischen Feuerwerk und den Worten „Pray the Lord“ endeten.

Lieder wie „Thank You Lord“, „Lord You Are Good“ , „When The Saints Go Marching In“ verrieten bereits im Titel, worum es bei Gospel geht: um die Lobpreisung Gottes. Es sind Kirchenlieder, wie sie in USA im Gottesdiensten gesungen werden. Lieder, die ganze Freude, Hoffnung, Kraft und Geborgenheit des christlichen Glaubens zum Ausdruck bringen. Und genau das scheint die Magie dieser Gruppe auszumachen, die von einem Geistlichen geleitet wird. Denn die Golden Voices of Gospel sind nicht nur hervorragende Musiker, sondern sie leben ihre Musik in all ihrer Religiosität und singen aus der Tiefe ihrer Seele.

Funke springtauf Publikum über

Die Auswahl der Lieder war hervorragend zusammengestellt mit einer wohltemperierten Mischung aus bekannten und weniger bekannten Spirituals und Gospels. Dass der Funke der Begeisterung von Anfang bis zum Ende auf das Publikum in der gut gefüllten Kirche übersprang, war auch den jeweiligen Solisten zu verdanken, die scheinbar mühelos den Kontakt zu den Zuschauern aufbauten. So war nicht nur in der Musik viel Bewegung, sondern auch bei den Sängern, die immer wieder die Nähe zu den Zuschauern suchten.

Reverend Dwight Robson lud kurz vor Ende des Konzerts zum Mitsingen ein. Und so brachte die Gruppe mit dem Publikum mit „Amazing Grace“ die Christkönigkirche zum schwingen. Auch die Bildwirkung der in prächtige Roben gekleideten Gruppe zusammen mit der in kräftigen Farben ausgeleuchteten Kirche verfehlte seine Wirkung nicht. Den Abschluss machte der Klassiker „Oh Happy Day“, der bei einem Gospel Konzert nicht fehlen darf. Ein durch und durch gelungenes Konzert für das die Gruppe einen gebührenden Applaus erhielt. reu

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