Nachruf

Max Meier
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Max Meier

„Nun bist Du zu Deiner letzten Radltour aufgebrochen.

Es sind noch 131 Kilometer bis zum Himmel“. Diese Worte standen in der Todesanzeige von Max Meier aus Pürten, der kürzlich bei seiner letzten Radltour plötzlich an einem Herzinfarkt verstorben ist.

Diese 131 Kilometer fehlten ihm noch bis zu den 80 000 Kilometern, die er bis zu seinem 80. Geburtstag schaffen wollte. Diese wird seine Enkelin Lea für ihn zu Ende radeln. Der Lebensweg von Max Meier begann am 24. September 1940 in Hausing. Mit seiner Familie kam er nach Pürten, wo er die Grundschule besuchte. Anschließend ging er nach Schrobenhausen und lernte dort die Arbeit in Viehzucht und Molkerei. Sechs Jahre später zog es ihn zurück in die Heimat, und er war dann Ausfahrer im Getränkebetrieb Lobentanzer.

Dort lernte er seine Frau Johanna kennen, mit der er am 16. Juni 1964 vor den Traualtar trat. Ein Jahr später bezogen sie ihr Eigenheim in Pürten. Aus der glücklichen Ehe ging der Sohn Thomas hervor. Anfang der 70er-Jahre machte Max noch den Busführerschein. Bei der Firma Sumser in Mühldorf angestellt, war er Busfahrer mit Leidenschaft. Durch gesundheitliche Probleme ging er mit 58 Jahren in den Vorruhestand. Die täglichen Spaziergänge mit dem Familienhund lenkten ihn ab, und Max entdeckte die große Leidenschaft fürs Radfahren. Unzählige Touren hat er unternommen und übernachtete dabei auch mal mit dem Schlafsack auf einem Jägerstand. Seine ganze Freude galt seinen Enkeln Valentin, Niklas und Lea, denen er ein liebevoller Opa war. Auch seine Tierliebe zeichnete ihn aus. Er liebte die Geselligkeit und das Kartenspielen, wie auch den Besuch von kulturellen Veranstaltungen und das Pflegen von Haus und Garten. Meier war treues Mitglied bei Pürtner Vereinen, so wurde mit Dankesworten der Feuerwehr und dem Krieger- und Soldatenverein, gesenkten Fahnen und Salutschüssen von einem beliebten Mitmenschen Abschied genommen. bac

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