Waldkraiburg: Nachruf auf Wolfgang Lanzinger

Wolfgang Lanzinger †

Waldkraiburg – Keiner konnte es fassen, als die Nachricht vom plötzlichen Tod von Wolfgang Lanzinger bekannt wurde.

Im Alter von nur 48 Jahren wurde er mitten aus dem Leben gerissen.

Eine unüberschaubare Trauergemeinde begleitete ihn nach dem Abschiedsgottesdienst mit Pater Bernhard Stiegler zu seiner letzten Ruhestätte im Waldfriedhof. Die Vereine erwiesen ihrem Wolfgang mit Fahnenabordnungen und in Vereinskleidung die letzte Ehre. Vertreter der Erasmuser Feuerwehr und des Gummiwerks würdigten in den Ansprachen seine Verdienste.

Der viel zu kurze Lebensweg von Wolfgang Lanzinger begann am 28. Juli 1971, als er in Trostberg auf die Welt kam. Zusammen mit seinem Bruder Matthias ist er auf dem „Woidherrn-Bauernhof“ seiner Eltern Matthias und Marianne in Lindach aufgewachsen. Die Grund- und Realschule besuchte er in Waldkraiburg und absolvierte anschließend eine Ausbildung zum Energieanlagen-Elektroniker bei der Firma Gummiwerk Kraiburg. Ein paar Jahre später besuchte er die Technikerschule und konnte sich dadurch eine gute Stellung in der Firma erwerben.

In seiner Kinder- und Jugendzeit war Wolfgang Ministrant in St. Erasmus, spielte Fußball in Jettenbach und kam sehr früh zur Feuerwehr St. Erasmus. Ebenso war er Mitglied im Trachtenverein Aschau und im Fußball-Club des Gummiwerks. Begeisterter Eisstockschütze war er schon seit seiner Jugend, schoss bei vielen Turnieren mit, trainierte die Jugend und diente dem Trasner Verein auch als Kassier. Durch seine vielseitige handwerkliche Begabung und seinem Können in anderen Bereichen war Wolfgang von vielen Seiten sehr gefragt. Es kam nie ein „Nein“ über seine Lippen und nach seinem Motto „Geht nicht – gibt’s nicht!“ hat er immer Lösungen gefunden.

Ausgleich fand Wolfgang beim Feiern mit der Familie und mit Freunden. Er liebte den Sport und fuhr leidenschaftlich gern Ski und Fahrrad.

Seiner Karin war Wolfgang ein liebevoller Partner, eine Schulter zum Anlehnen. Sie verbrachten viele schöne gemeinsame Jahre. Ein guter und fürsorglicher Vater war er seiner Tochter Madeleine, der er jeden Wunsch von den ihren Augen abgelesen hat.

Wolfgang stand voll im Leben. Er war ein offener, hilfsbereiter und geselliger Mensch und war bei allen sehr beliebt. Bereits sein Vater war 2018 unerwartet verstorben, jetzt hat Wolfgangs plötzlicher Tod viele erschüttert und er hinterlässt eine große Lücke. bac

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