Waldkraiburg: Nachruf auf Josef Anzinger

Josef Anzinger†

Waldkraiburg-Ebing –. Josef Anzinger ist im Alter von 82 Jahren verstorben.

Die Urnenbeisetzung auf dem Ebinger Friedhof fand im Familienkreis statt, begleitet von Pater Bernhard Stiegler, musikalisch umrahmt vom Organisten Konrad Kern.

Der „Anzinger Sepp“ kam am 25. März 1938 in Ebing auf die Welt und wuchs mit vier Schwestern und einem Bruder auf dem elterlichen Hof auf. Schon früh entdeckte er seine Liebe zum Holz, die ihn sein ganzes Leben begleitete. Nach der Schulzeit war die Schreinerlehre vorbestimmt. Diesen Beruf übte er bis zur Rente und darüber hinaus mit größter Leidenschaft aus.

1965 heiratete er seine Frau Erika. Die Eheleute bauten in Ebing ein Haus, das auch ihren vier Mädchen zur Heimat wurde. Die Familie vergrößerte sich, so galt Sepps ganzer Stolz auch seinen acht Enkelkindern.

Viele Jahre war er Vorstand beim „Nassauer-Stammtisch“ in der Ebinger Alm sowie Mitglied bei der Feuerwehr und dem Gartenbauverein. Zudem war er als Kirchenpfleger in der Ebinger Kirche St. Martin tätig.

Sepp galt als fleißiger und lebensfroher Mensch und war stets um das Wohl seiner Familie bemüht. So nahmen die familiären Schreineraufträge erst ein Ende, als er aufgrund eines Sturzes vor sechs Jahren immer mehr auf die Hilfe seiner Frau und die letzten vier Jahre auf den Rollstuhl angewiesen war.

Leider konnte er in seiner Werkstatt nicht mehr „schreinern“. Neuen Zeitvertreib fand er mit verschiedenen Brettspielen, die er bis wenige Tage vor seinem Tod mit seiner Frau und den Enkeln spielte. Es war ihm vergönnt, bis zuletzt mit Hilfe seiner Frau, den Töchtern und einem Pflegedienst „dahoam in Ebing“ zu bleiben. Kurz nachdem sich sein Gesundheitszustand sehr verschlechterte, ist er am 29. April im Kreis seiner Familie friedlich entschlafen. bac

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