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Für Familie und Rotes Kreuz

Waldkraiburg: Nachruf auf Karl-Heinz Sterba

Karl-Heinz Sterba liebte die Berge. Eine Hütte in Österreich wurde zu seiner zweiten Heimat.
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Karl-Heinz Sterba liebte die Berge. Eine Hütte in Österreich wurde zu seiner zweiten Heimat.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Er hatte noch so viel vor, wollte Radtouren und Ausflüge unternehmen und mit seiner Familie den Ruhestand genießen. Doch das war Karl-Heinz Sterba nicht vergönnt. Völlig überraschend ist der Waldkraiburger, den viele vor allem mit seinem Engagement im Roten Kreuz verbinden, im Alter von nur 66 Jahren gestorben – fünf Tage vor seinem 45. Hochzeitstag.

Waldkraiburg – Als waschechter Waldkraiburger durfte sich Karl-Heinz Sterba bezeichnen. Schließlich gehörte er zu jenen, in deren Papieren als Geburtsort Waldkraiburg stand. Das ist nicht selbstverständlich in einer Stadt, in der es nie ein Krankenhaus gab. Am 27. März 1955 erblickte er als drittes Kind der Eheleute Sterba das Licht der Welt.

Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Maschinenschlosser bei der Firma Pumpen Dickow. Seine Berufung sollte er aber erst beim Roten Kreuz finden.

Zufällig war er auf die Organisation aufmerksam geworden. 1974 hatte er seine spätere Frau Dagmar kennengelernt. Zur Bundeswehr zog es ihn nun nicht mehr. Er verpflichtete sich beim Katastrophenschutz.

Seine Berufung hat Sterba beim Roten Kreuz gefunden

Der Dienst gefiel ihm so gut, dass er die Kurse zum Rettungssanitäter machte und 1979 zum BRK wechselte.

Da waren die Sterbas längst verheiratet und freuten sich schon an ihrem ersten Sohn Christian, 1984 folgte Sohn Peter.

Neben der Familie hatte für Sterba seine Arbeit und das ehrenamtliche Engagement im Roten Kreuz hohen Stellenwert. Er war ein erfahrener Rettungsdienstler. Das stellte er bei den unterschiedlichen Einsätzen unter Beweis. Als Rettungsassistent, Wachleiter, Leiter des Rettungsdienstes und in weiteren leitenden Positionen übernahm er Verantwortung.

Der Ruhepol der Rotkreuz-Gemenschaft in Waldkraiburg

Als Kolonnenführer, Zugführer und in zahlreichen weiteren Funktionen leistete er ehrenamtliche Arbeit und war Ruhepol der Rotkreuz-Gemeinschaft in Waldkraiburg. Bei großen Auslandseinsätzen war er dabei und half vor Ort, etwa 1980 beim Erdbebeneinsatz in Italien, 1990 in Rumänien oder 2002, als in Dresden die Elbe ein Jahrhunderthochwasser verursachte.

Bei seinen ehemaligen Kollegen bleibt er unvergessen

Im Zusammenhang mit dem Betrugsskandal um den ehemaligen Kreisgeschäftsführer des BRK gab Sterba vor einigen Jahren seine leitenden Funktionen auf und war bis vor drei Jahren weiter im Rettungsdienst tätig. Bei den ehemaligen Kollegen und Kameraden blieb er bis heute unvergessen. Daran erinnert der Trauerflor an der Rotkreuz-Fahne vor dem BRK-Haus in der Mozartstraße.

Karl-Heinz Sterba: Familienmensch und Rauhnachtsfürst

Karl-Heinz Sterba war ein Familienmensch, seit 1999 ein stolzer Opa. In seiner Freizeit zogen ihn die Berge an. Vor über drei Jahrzehnten pachtete das Ehepaar eine Berghütte in Österreich. Die Hütte wurde zu Karl-Heinz Sterbas zweiter Heimat. Am Schwammerlsuchen im Sommer und am Skifahren im Winter hatte er viel Freude.

Bekannt war er zuletzt auch als „Rauhnachtsfürst“. Gerne schlüpfte er als Gründungsmitglied der gleichnamigen Waldkraiburger Perchtengruppe ins Kostüm. Bis zur Corona-Pause war er bei vielen Krampus- und Perchtenläufen im weiten Umkreis dabei.

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