Waldkraiburg: Mehr als 100 Kilogramm Abfall am Innufer aufgelesen

Mit Abfallzangen und Schutzhandschuhen wurde das Gebiet am Inn von dem herumliegenden Müll befreit.
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Mit Abfallzangen und Schutzhandschuhen wurde das Gebiet am Inn von dem herumliegenden Müll befreit.

Dass Gewässer, auch der Inn in Waldkraiburg, immer wieder als Müllabladeplatz und Entsorgungsmöglichkeit genutzt werden, ist ebenso traurig wie verantwortungslos. Bei den VERBUND Innkraftwerken werden zudem immer wieder verschiedene Problem- und Gefahrenstoffe aus dem Wasser geholt und fachgerecht entsorgt.

Waldkraiburg – Einen wichtigen Beitrag zur Gewässerreinhaltung haben auch Anglerbund ISARIA München und der Bezirksfischereiverein Mühldorf-Altötting zusammen geplant und durchgeführt.

Nach Freigabe durch das Landratsamt Mühldorf machten sich die Mitglieder auf der Suche nach Abfall am Ufer des Inns. Wie der Vorsitzende Dr. Manfred Holzner und der zweite Vorsitzende Hans Salfer vom Bezirksfischereiverein sowie Jürgen Hucul vom Anglerbund ISARIA berichteten, mussten die ehrenamtlichen Müllsammler im Bereich der Steilwand der Gemeinde Ebing nicht lange suchen.

Ausgerüstet mit Abfallzangen, Schutzhandschuhen, Eimern und Müllsäcken wurden mehr als 100 Kilogramm Abfall aus der Natur geräumt. Der größte Teil des Abfalls bestand aus Kunststofffolien, die sich in großen Mengen in Ästen der Bäume und Sträucher verfangen hatten.

Durch die Sonneneinstrahlung waren diese Folien mit der Zeit brüchig geworden, was das Aufsammeln erheblich erschwerte. Des Weiteren gab es große Mengen an Alltagsabfällen, wie zum Beispiel Schaumstoffe, Glasscherben, Getränkedosen, Kronenkorken, Zigarettenkippen, Fahrradreifen, Hygieneartikel und vieles mehr.

Nachdem im Bereich von Ebing der Abfall aufgesammelt war, nahmen sich die motivierten Landschaftsputzer noch das Gebiet Froschau vor und befreiten die dortige Kiesbank von Müll. Hier konnten etwa 60 Kilogramm Abfall gesammelt werden. Ein besonderer Dank gilt der Stadt Waldkraiburg. Sie hat die Greifer zum Müllaufsammeln zur Verfügung gestellt, die gesammelten Abfälle abgeholt und sich um die ordnungsgemäße Entsorgung gekümmert.

Während die Innkraftwerke bei der Rechenreinigung Schwemmgut aus dem Wasser holen, sorgen solche Aktionen dafür, dass Müll erst gar nicht in die Gewässer gelangt. Nach der Frühjahrsaktion leisteten die Vereine nun zum zweiten Mal einen aktiven Beitrag für den Naturschutz. „Unsere Gewässer sind keine Müllhalden“, lautet die gemeinsame Botschaft.

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