Nachruf

Gregor Stockmann aus Waldkraiburg im Alter von 83 Jahren verstorben

Gregor Stockmann
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Gregor Stockmann

Waldkraiburg – Für Gregor Stockmann ist ein arbeitsreiches, erfülltes und zufriedenes Leben zu Ende gegangen.

In Körbecke am Möhnesee in Nordrhein-Westfalen kam er am 3. Juni 1937 als fünftes Kind der Eheleute Ledwina und Leo Stockmann zur Welt. Nach der Schulzeit studierte er Eisenhüttenkunde an der Technischen Universität Aachen und fand als Diplom-Ingenieur im Ruhrgebiet seine erste Anstellung am Hochofen. Mit 31 Jahren wurde er stellvertretender Betriebsleiter der Pulverproduktion bei der Firma Nitrochemie in Aschau.

Dies war der Anfang einer bemerkenswerten Karriere, denn schon 1973 übernahm er die Gesamtverantwortung in der wehrtechnischen Produktion und stieg 1980 zum technischen Leiter aller Werksbereiche auf. 1988 avancierte er zum Geschäftsführer der Firma WNC Nitrochemie, neun Jahre später übernahm er auch die Geschäftsführung der Nitrochemie Wimmis im Kanton Bern. Er besuchte deshalb bis zur Pensionierung im Jahr 2000 wöchentlich die Schweiz.

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Darüber hinaus stand die Familie für ihn im Mittelpunkt. Seine Frau Elisabeth, geborene Wessel, kannte er seit der Schulzeit. Sie studierte Pharmazie und 1965 heiratete sie ihren Gregor. Drei Jahre später zog das Paar zunächst nach Aschau, dann nach Waldkraiburg. Ihr Glück war mit der Geburt der beiden Söhne vollkommen. Während seines Arbeitslebens war der Verstorbene auf zahlreichen Auslandsreisen unterwegs und lernte beinahe alle Länder und Kontinente kennen.

So war er froh, dass ihm nach der Pensionierung Zeit blieb, sich mit Hingabe seinen Enkeln zu widmen. Entspannung fand er bei handwerklichen Arbeiten und bei der Seniorengymnastik der VHS. Seine Lieblingsbeschäftigung war das Lesen. Als willkommenen Gast begrüßte ihn „seine Nitro-Familie“ häufig bei Veranstaltungen. Vor einem Jahr musste sich Stockmann einer schweren Operation unterziehen. Er fasste ständig neuen Mut, doch die Kräfte ließen nach. Am 14. Dezember verstarb er in Altötting, wo er zu Lebzeiten oft die Muttergottes in der Gnadenkapelle besucht hatte. fis

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