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Sammlung Peter Schmidt ist jetzt öffentlich

Waldkraiburg eröffnet neues, privates Kunstmuseum: Ein Traum ist wahr geworden

Daniela Schmidt-Kuttner (rechts) wuchs als Tochter von Peter Schmidt mit den Bildern auf und erzählte von ihren Erlebnissen.
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Daniela Schmidt-Kuttner (rechts) wuchs als Tochter von Peter Schmidt mit den Bildern auf und erzählte von ihren Erlebnissen.
  • Jörg Eschenfelder
    VonJörg Eschenfelder
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Der Waldkraiburger Unternehmer Peter Schmidt wollte seine Kunstsammlung immer öffentlich präsentieren. 15 Jahre nach der ersten Idee wurde jetzt das private Museum eröffnet - und ein ehemaliger Staatsminister hatte kein Verständnis für den bayerischen Kunstminister.

Waldkraiburg – „Es war ein langer, langer Weg.“ Dieser Satz war bei der Eröffnung des neuen Museums „Bilder erzählen – Sammlung Peter Schmidt“ gestern Nachmittag immer wieder zu hören. Und alle waren sich sicher: Das Ergebnis ist ganz im Sinne des Gründers und Ideengebers Peter Schmidt.

15 Jahre von der Idee bis zur Eröffnung

Seit 1954 hatte der Waldkraiburger Unternehmer Werke der Genremalerei aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gesammelt. Bilder, die das damalige Landleben idealisieren, die Geschichten erzählen, berühren und für jeden zugänglich sind. Im Laufe der Zeit entstand so eine sehr persönliche, aber zugleich auch hochkarätige Sammlung, die Schmidt in Waldkraiburg dauerhaft öffentlich präsentieren wollte.

Vor 15 Jahren gab es die erste Idee für ein eigenes Museum. Schmidt gründete dazu eine Stiftung und finanzierte den Bau und den Betrieb des Hauses. Der Weg war trotzdem nicht einfach. Zwischenzeitlich verlor sogar Schmidt den Glauben und verstarb 2017. Doch sein Schwiegersohn Axel Kuttner versprach ihm die Umsetzung – und löste das Versprechen jetzt ein.

„Das hast Du gut gemacht“, lobte Waltraud Schmidt die Arbeit ihres Schwiegersohns Axel Kuttner.

Dr. Marcel Huber kritisiert Kunstminister Blume

Gut 150 Gäste aus Politik, Kunst und Wirtschaft waren gekommen, um die Eröffnung zu feiern. Unter ihnen waren auch Peter Schmidts Witwe Waltraud Schmidt sowie sein Bruder Fritz.

Fünf Jahre nach seinem Tod ist der Traum von Peter Schmidt jetzt Realität.

Der Landtagsabgeordnete und ehemalige Staatsminister Dr. Marcel Huber hatte kein Verständnis dafür, dass der bayerische Kunstminister Markus Blume trotz Einladung nicht gekommen war. So verpasste dieser eine emotionale Eröffnungsfeier, die von „Zitherrausch“ musikalisch umrahmt wurde, die die Wertschätzung für den Menschen Peter Schmidt deutlich machte. Und er verpasste den ersten Rundgang durch die Eröffnungsausstellung mit 115 Gemälden aus der umfangreichen Sammlung. Eine Ausstellung, die sich vor den großen Häusern Bayerns nicht zu verstecken braucht.

„Es ist ein Segen, bei all den schlechten Nachrichten so ein positives Ereignis feiern zu dürfen“, sagte der evangelische Pfarrer Lars Schmidt, der zusammen mit dem katholischen Pater Jacek die Einweihung vollzog.

15 Jahre seien doch nicht lang, widersprach Bürgermeister Pötzsch mit einem Augenzwinkern, als er die besten Wünsche überbrachte, und verwies dazu auf den Neubau des Rathauses.

Bürgermeister Robert Pötzsch (links) überreichte Stiftungsvorstand Axel Kuttner Brot und Salz.

Mit der Eröffnung ist nur der erste Schritt gemacht, betonte Kuttner. „Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit: das Haus mit Leben zu erfüllen.“

Das Veranstaltungsprogramm 2022

Das neue Museum soll auch ein lebendiger Ort für Veranstaltungen und Begegnungen sein. Dazu gibt es für den Rest des Jahres bereits ein umfangreiches Programm: Bis zum 31. Juli ist in der Eröffnungswoche der Eintritt frei. Im August führen die Kuratoren Julie Kennedy (4. August) und Dr. Helmut Hess (17. August) durch die Ausstellung. Im Rahmen des Ferienprogramms können Kinder das Museum am 8. August sowie am 1. September entdecken. Silke Aichhorn gibt am 2. September hier im Rahmen des „Musiksommers zwischen Inn und Salzach“ ein Harfenkonzert. Für den 8. Oktober ist ein launiger Seniorennachmittag geplant und für den 23. Oktober eine Sonntagsmatinee mit Bildern, Musik und Kreisheimatpfleger Dr. Reinhard Baumgartner. Am 16. November steht mit „Heimat, wo bist du?“ ein Museumstalk mit Dr. Rudolf Neumaier und drei Gästen auf dem Programm, ehe Kurator Dr. Helmut Hess am 23. November über den Siegeszug der Genremalerei im 19. Jahrhundert referiert. Zu Weihnachten liest am 18. Dezember mit musikalischer Begleitung der Schauspieler Gerd Anthoff die „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma. 

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