Waldbad-Verein solidarisiert sich mit Saftladen

„In Notzeiten muss man zusammenhalten“, sagt Jürgen Zabelt. Privat

Waldkraiburg – Vier Karten hat er für sich, seine Frau und die Eltern gekauft und sich mächtig gefreut auf das lokale Kultkabarett des Saftladens.

Dass die Aufführungen im Waldkraiburger Haus der Kultur wegen der Corona-Krise abgeblasen werden mussten, findet Jürgen Zabelt jammerschade, so wie 1500 andere Saftladen-Fans, die Tickets erworben hatten.

Doch der Vorsitzende des Fördervereins Waldbad Waldkraiburg möchte es nicht beim Jammern belassen. Er hat beschlossen, die Tickets nicht zurück zu geben, fordert also den Kartenpreis nicht wieder ein, obwohl ihm der Kabarettabend entgangen ist.

„Der Saftladen soll keinen Schaden haben. In Notzeiten muss man zusammenhalten“, sagt Zabelt, der seine Mitglieder animiert hat, es ihm gleich zu tun. Einige haben sich bereits angeschlossen.

Weil die Reaktionen positiv waren, bittet Zabelt nun möglichst viele Zuschauer, auf die Rückabwicklung des Ticketkaufs zu verzichten. Für ihn läuft das unter dem Motto „Vereine helfen Vereinen“. Sein Förderverein wäre mit der Aqua Gaudi im Waldbad auch nicht sehr weit gekommen ohne die Unterstützung von anderen Vereinen, Gruppen und Firmen, sagt er.

Der Saftladen sei ja nicht irgendein Verein in Waldkraiburg. „Überschüsse hat er in der Vergangenheit immer für soziale Zwecke gestiftet.“ hg

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