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Preis vom bayerischen Kultusministerium

Vorbildlich durch die Pandemie: Gymnasium Waldkraiburg für Online-Konzept ausgezeichnet

Noch als Corona-Maßnahmen an den Schulen galten, tauschten sich Carmen Hansmaier, Emily Beitzel, Nico Kraxenberger, Luitpold Godl und die beiden Lehrer Andreas Nicklbauer und Christina Wessely über die Fortschritte bei der Digitalisierung aus. Das bayerische Kultusministerium hat das Online-Gesamtkonzept nun ausgezeichnet.
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Noch als Corona-Maßnahmen an den Schulen galten, tauschten sich Carmen Hansmaier, Emily Beitzel, Nico Kraxenberger, Luitpold Godl und die beiden Lehrer Andreas Nicklbauer und Christina Wessely über die Fortschritte bei der Digitalisierung aus. Das bayerische Kultusministerium hat das Online-Gesamtkonzept nun ausgezeichnet.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Große Schritte in Sachen Digitalisierung haben Deutschlands Schulen gemacht, als die Corona-Pandemie das Schulleben zwischenzeitlich auf Eis gelegt hat. Mehr Platz für digitale Technik und Wissen hatte es zuvor schon am Gymnasium Waldkraiburg gegeben. Wegen der Pandemie wurde das Online-Konzept noch weiter ausgebaut. Dafür gab es nun eine Auszeichnung.

Waldkraiburg – Über mangelnde technische Ausstattung kann man sich am Waldkraiburger Gymnasium nicht beschweren. Im Schulhaus gibt es WLAN, Beamer in jedem Klassenzimmer und iPads für den digitalen Unterricht. Damit klappte während der Corona-Pandemie der Wechsel von Präsenz- auf Heimunterricht lautlos.

Ein wichtiger Baustein war der sehr frühe Beginn mit Videokonferenzen. Ein Konzept, das das bayerische Kultusministerium überzeugt hat und die Schule für die innovative Bewältigung der Corona-Beeinträchtigungen ausgezeichnet hat.

Ein Sprung nach vorne

Das Ministerium überzeugte das Online-Gesamtkonzept der Schule mit sehr frühem Beginn des Unterrichts in Video-Konferenzen beim ersten Lockdown, vor allem aber die Tatsache, dass die technischen Innovationen auch weiterhin für die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern genutzt werden. Dotiert ist die Auszeichnung mit einer Prämie von 1000 Euro.

„Es war ein Sprung nach vorne, dass wir alle die Internet-Plattform Teams nutzen können“, sagt Schüler Luitpold Godl, einer der Schülersprecher am Gymnasium. Denn als im März 2020 relativ schnell klar wurde, dass nach den Osterferien weiterhin kein Präsenzunterricht möglich sein wird, hat das Waldkraiburger Gymnasium sehr schnell auf das Video-Konferenz- und Kommunikations-Programm gesetzt. „Wir waren sehr froh, dass der Landkreis Mühldorf die Anschaffung sofort befürwortete“, erinnert sich Schulleiter Helmut Wittmann.

Die Lehrkräfte wurden als erste in das System eingebunden und am letzten Ferientag im Rahmen einer Video-Fortbildung mit den wichtigsten Inhalten vertraut gemacht. Die Schüler erhielten den Zugang noch während der Ferien und so konnte Unterricht nach Stundenplan abgehalten werden – der unmittelbare Kontakt war somit wieder hergestellt. Wichtig für Schüler und Lehrer. „Es war zwar erst einmal eine Herausforderung, aber der Kontakt war da, und man hatte gleich direkte Rückmeldung von den Schülern“, sagt Lehrer Andreas Nicklbauer. Ein Vorteil für die Fremdsprache, denn mit Unterricht per Email hätte es keinen Sprecherfolg geben können.

Der Vorsitzende des Elternbeirats, Dr. Helmut Rochlitz, spricht heute noch davon, dass die schnelle Reaktion der Schule vorbildlich gewesen sei und fügt an: „Auch alle Besprechungen der Elterngremien konnten völlig unabhängig von der jeweiligen Pandemie-Situation durchgeführt werden“. Auch ein Zitat einer Schülermutter ist ihm noch in sehr guter Erinnerung: „Die Schule hat wieder ein Gesicht“, schrieb sie in einer E-Mail, nachdem der Video-Unterricht begonnen hatte.

Corona hat zwar aktuell keine Auswirkungen mehr auf das Schulleben, auf den positiven digitalen Erfahrungen baut die Schule weiterhin auf. Die technische Ausstattung weiterhin zu nutzen, das war das erklärte Ziel: „Dadurch gehen die mühsam erworbenen digitalen Kompetenzen nicht wieder verloren“, sagt Schulleiter Wittmann.

Online-Unterricht geht weiter

Online-Unterricht gibt es auch weiterhin – vor allem auf freiwilliger Basis. Förderstunden beispielsweise, für die Schüler sonst nur wegen 45 Minuten Unterricht am Nachmittag in der Schule bleiben mussten, erreichen digital mehr Interessenten. Und schließlich schalten sich vor allem die älteren Schüler nun vor Schulaufgaben in Online-Arbeitsgruppen zusammen und „dann ist es auch kein Problem mehr, wenn man weiter auseinander wohnt“, sagt Luitpold Godl. „Vor Corona hat es das nicht gegeben.“

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