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Pläne für nächstes Jahr

Viel Pech mit dem Wetter: So geht es mit den Moonlight Shows in Waldkraiburg weiter

Bei der abschließenden Musical-Dinner-Show der Moonlight Shows erlebten die Zuschauer neben Kulinarik noch Szenen aus unterschiedlichen Pop-Musicals wie hier aus „Grease“ mit (von links) Philipp Hiller, Thomas Hiermeier, Agneta Hanappi und Elisabeth Schuller.
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Bei der abschließenden Musical-Dinner-Show der Moonlight Shows erlebten die Zuschauer neben Kulinarik noch Szenen aus unterschiedlichen Pop-Musicals wie hier aus „Grease“ mit (von links) Philipp Hiller, Thomas Hiermeier, Agneta Hanappi und Elisabeth Schuller.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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20 Jahre verstaubte das Format der Moonlight Shows in den Schubladen, bevor es voriges Jahr aufgrund der Corona-Pandemie wieder hervorgekramt wurde. Nach einer erneuten Auflage in diesem Sommer sollte im Haus der Kultur die Entscheidung fallen, wie es mit den Moonlight Shows weitergehen soll.

Waldkraiburg – „Der Innenhof gibt die Vorlage dazu, dass er mehr genutzt werden soll.“ Alexandra Lausmann schätzt das Ambiente, das sich zwischen Haus der Kultur und dem neuen Museum „Sammlung Peter Schmidt“ bietet. Mit den Moonlight Shows hatte sich eine passende Gelegenheit geboten, den Hof zu bespielen. Die Reihe soll es weiterhin auch geben, allerdings etwas modifiziert.

In einer lauen Sommernacht dem Geschehen auf der Bühne folgen, keine Veranstaltung im Innenraum kann ein solches Ambiente bieten. Doch gleichzeitig bleibt die Gefahr, wetterbedingt anders planen zu müssen und auf dieses besondere Erlebnis verzichten zu müssen.

Veranstaltungen spät im Jahr

„Wir hatten heuer viel Pech mit dem Wetter. Das liegt auch daran, dass die letzten Veranstaltungen schon ziemlich spät im August waren“, sagt Alexandra Lausmann, Leiterin der allgemeinen Kulturverwaltung. Nicht alle Veranstaltungen konnten wie geplant im Hof stattfinden, mussten in den Saal verlegt werden.

Aufgrund seines „schönen Ambiente“ will Alexandra Lausmann den Innenhof als Veranstaltungsort nicht aufgeben, ganz einfach ist es aber dennoch nicht. „Die Reihe lässt sich zeitlich leider nicht weiter nach vorne verschieben“, erklärt Lausmann. Ansonsten würde man terminlich mit dem Waldkraiburger Volksfest kollidieren. Einen Teil der Veranstaltungen vorziehen, würde die Reihe allerdings „zerreißen“. „Wir wollen die Moonlight Shows nur ungern sterben lassen“, sagt Lausmann. Deshalb werde im nächsten Jahr die Reihe auf zwei bis drei Veranstaltungen reduziert. „Damit würden wir nicht so spät noch im August Veranstaltungen haben.“ Bei einer davon ist für Alexandra Lausmann eine „italienische Nacht“ vorstellbar.

Analog zu den Dinnershows eine Verknüpfung von Kultur und Kulinarik. „Eine italienische Band spielt, und die Besucher können aus italienischen Spezialitäten auswählen“, stellt es sich die Leiterin vor. Diese Veranstaltung ließe sich auch mit unterschiedlichen „Ländernächten“ fortsetzen. Veranstaltungen außerhalb der Reihe im Innenhof schließt Lausmann allerdings nicht aus.

Nach 20 Jahren Pause erlebte die Open-Air-Reihe voriges Jahr ein Revival. Mit einem abwechslungsreichen Programm wollte man ein breites Publikum ansprechen. Zwei Veranstaltungen waren ausverkauft, bei den anderen gab es „noch Luft nach oben“. Auch wenn am Ende des Tages für dieses Format die Zahlen stimmen, unzufrieden ist Alexandra Lausmann nicht. Auch generell nicht. Jetzt, wo die Kultur endlich wieder ins Laufen kommt.

„Die Besucherrückgewinnung ist in vielen Häusern ein Thema. Waldkraiburg steht im Vergleich noch gut da“, ist Alexandra Lausmann überzeugt.

Es gilt, das Publikum wieder an die Kultur heranführen, es dabei aber gleichzeitig nicht überfrachtet. Ein Schritt dahin war auch nach der Wiederaufnahme des Aboprogramms die Reduzierung des Angebots von zwölf auf acht Veranstaltungen. Eine gute Entscheidung, wie sich nun zeigt. „Die Zahlen unseres Abopublikums sind stabil geblieben“, erklärt Lausmann.

Manche Besucher hätten es bereits auch durchklingen lassen, dass bei mehr Veranstaltungen sie ihr Abo wohl zurückgegeben hätten. „Das reduzierte Abo war eine gute Strategie.“

Zögerlicher Ticketverkauf

Generell zeige sich aber ein „zögerlicher Ticketverkauf“. Das liege nicht allein daran, das Publikum nach den Corona-Einschränkungen erst wieder an das kulturelle Angebot zu gewöhnen, sondern auch an der wirtschaftlichen Lage. „Es wird gespart“, sagt Lausmann. Da helfe es, mit dem Abopublikum einen „treuen Stamm“ zu haben. „Für unser Haus ist das eine tragende Säule.“

Trotz der allgemeinen Teuerungen, die Ticketpreise im Haus der Kultur sind stabil geblieben. „Bei uns hat es bislang keine Preissteigerungen gegeben“, erklärt Lausmann. Das liege daran, dass die Verträge für die kommenden Veranstaltungen schon vor längerer Zeit abgeschlossen worden sind. „Doch auf Dauer werden wir wahrscheinlich die Preise so nicht halten können.“ Denn auch die Produktionen und Ensembles haben mit den steigenden Kosten zu kämpfen.

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