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Online-Kurse füllen nicht die Lücken

Vhs Waldkraiburg startet mit reduziertem Programm ins nächste Corona-Halbjahr

  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Die Corona-Pandemie drückt dem Programm bei der Volkshochschule ein weiteres Mal seinen Stempel auf. Mit einer Mischung aus Präsenz-, Online- und Hybridkursen will man auch während einer vierten Welle Veranstaltungen anbieten können. Doch noch immer ist man weit von einem Vollprogramm entfernt.

Waldkraiburg – Einen Bruchteil des üblichen Kurs-Volumens hat die Volkshochschule im vergangenen Semester durchführen können. Zwar gab es ab Herbst im Hinblick auf die nächste Corona-Welle verstärkt Online-Kurse im Angebot, aber erst ab Mitte Juni konnte nach dem Lockdown wieder ein geregelter Betrieb starten.

Hybridkurse nicht ganz einfach

„Im ersten Halbjahr hatten wir nicht mal zehn Prozent des sonstigen Volumens“, sagt Geschäftsführer Alexander Rahm. Integrationskurse hätten zum Teil auch online stattgefunden. Weil aber die Einsteigerkurse auf diese Weise sehr schlecht funktionierten, mussten sie abgebrochen werden.

Obwohl sich bei den Online-Kursen eine „Ermüdungserscheinung“ bei den Teilnehmer abzeichnet, setzt man auch vorerst weiter auf diese Form. Damit will man auf jeden Fall bei einer nächsten Corona-Welle gewappnet sein. Bei entsprechender Nachfrage und Bereitschaft soll es auch Hybridkurse geben, auch wenn es nicht ganz einfach ist. „Kursteilnehmer können sich zuschalten, aber dazu müssen die Teilnehmer und Referenten auch bereit sein“, sagt Rahm. Denn was nicht passieren darf: Keiner soll sich durch dieses Format eingeschränkt fühlen. Gerade bei Anfängerkursen sieht Rahm dies schwierig, weil die Teilnehmer entsprechend Aufmerksamkeit benötigen.

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Hybrid-Kurse würden Vorteile für diejenigen bringen, die zur Teilnahme einen Test vorlegen müssen. Denn auch bei den Volkshochschulen gilt die 3G-Regel, die die Referenten kontrollieren müssen. Manche Teilnehmer hätten auch schon signalisiert, dass sie vorerst mit ihren Kursen pausieren wollen, weil sie nicht für die Tests bezahlen wollen. Andere wiederum seien über die Zugangsbeschränkungen sehr verärgert. Testmöglichkeiten vor Ort werde es nicht geben. „Wir haben keinen Extraraum, um korrekt testen zu können. Organisatorisch und finanziell ist es von unserer Seite auch nicht zu leisten“, sagt Rahm. Auch das Angebot an Online- und Hybrid-kursen ausgebaut wird, der Schwerpunkt liegt trotz der Corona-Maßnahmen auch in der nächsten Saison auf den Präsenzveranstaltungen. Mit Einschränkungen: „Wir haben für Herbst reduziert geplant und probieren nicht zu viel Neues aus“, sagt Rahm. Trotzdem zeichnen sich bei den Anmeldungen Einbrüche ab. „Die Unsicherheit ist groß. Viele Teilnehmer wollen noch warten, andere haben wir wohl auch verloren“, bedauert der Geschäftsführer.

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Mit etwa zwei Jahren rechnet Rahm, bis die Volkshochschule wieder das Niveau von vor der Corona-Pandemie erreicht. Online-Kurse seien zwar eine Möglichkeit, aber „kein adäquater Ersatz“. „Online-Kurse werden wohl Bestandteil unseres Programms bleiben, sie werden aber nicht wieder alle Leute zurückbringen.“

Vergangenes Jahr sei die Vhs „überraschend gut“ durch die Pandemie gekommen. Weil es erst spät Beeinträchtigungen gab und nicht zuletzt auch wegen Corona-Hilfen.

Betrieb zu lange beeinträchtigt

Dieses Jahr sieht es anders aus: Erst im Juni konnte man den Betrieb wieder aufnehmen, bis dahin gab es nur Online-Kurse. Weil es immer wieder neue Regeln zu überarbeiten gab und die Online-Kurse einen großen Aufwand nach sich zogen, waren die Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr auch nicht in Kurzarbeit. „Wir rechnen mit einem negativen Ergebnis. Unser Betrieb war einfach zu lange beeinträchtigt“, sagt Alexander Rahm.

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