Auf Kiesbank am Innufer aufgefunden - Mit dem Boot gerettet

Vermisste Jugendliche löste große Suchaktion aus

Kraiburg - Bis nach Mitternacht dauerte am Montag eine groß angelegte Suchaktion von Feuerwehren, Wasserwacht, Rotem Kreuz und Polizei nach einer 15-Jährigen, die vermisst gemeldet worden war.

Gegen 18 Uhr hatte der Betreuer einer Jugendwohngruppe im Gemeindebereich Kraiburg die junge Frau als vermisst gemeldet. Von einer Radtour sei die 15-Jährige nicht zurückgekehrt. Die Überprüfung verschiedener Anlaufstellen verlief ergebnislos.

Hilferufe bei

Ensfelden

Gegen 21.15 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle ein Notruf über Hilferufe am Kraiburger Innufer, bei Ensfelden, ein. Beamte der Polizeiinspektion Waldkraiburg, unterstützt von Rettungskräften, machten sich auf die Suche. Tatsächlich konnten sie Sichtkontakt zu einer Frau auf einer Sand-Kiesbank herstellen.

Rettung über den Landweg gescheitert

Alle Versuche, sie über den Landweg zu erreichen, scheiterten kläglich. Dichter Uferbewuchs, unwegsames Gelände und tiefer Boden sorgten dafür, dass die Polizeibeamten am Ende des Einsatzes nicht nur eine Dusche nötig hatten, sondern auch die gesamte Dienstkleidung austauschen mussten. Letztlich konnte die hilferufende Frau von der Wasserseite mit einem Boot erreicht werden. Es handelte sich tatsächlich um das bereits vermisste 15-jährige Mädchen. Dieses hatte sich mit dem Fahrrad verfahren, irrte stundenlang herum und erlitt einen Kreislaufkollaps.

Bis 0.30 Uhr dauerte es, bis das Mädchen geborgen werden konnte. Die 15-Jährige wurde zur Behandlung ins Krankenhaus Mühldorf gebracht.

Wie sie es schaffte, mit Fahrrad und großer Handtasche an diese Örtlichkeit zu gelangen, die nur unter widrigsten Umständen für die Einsatzkräfte zugänglich war, konnte nicht geklärt werden.

Vor Ort im Einsatz waren: das BRK, die Feuerwehren St. Erasmus, Pürten, Kraiburg, Guttenburg sowie die Wasserwacht aus Waldkraiburg. re

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