Verkehr und Zufahrt: Bedenken sind Aschauer Gemeinderat noch zu groß

Noch etwas Geduld braucht ein Bauherr aus Aschau: Dem Gemeinderat waren in der jüngsten Sitzung die Bedenken zu groß. Der Antrag wurde zurückgestellt – auch um die Diskussion um das geplante Gewerbegebiet in Aschau abzuwarten.

Aschau – Ohne Ergebnis ist die Diskussion zum Bauantrag eines Bürogebäudes in Thann geblieben. Die unterschiedlichen Bedenken in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats führten am Ende dazu, sodass die Gemeinde das Gespräch mit dem Bauherrn suchen soll.

Geplant ist ein neues Bürogebäude mit Verkaufsfläche, 16,35 Meter lang und 12,35 Meter breit, das südöstlich einer bestehenden Maistrocknungs-Anlage gebaut werden soll. Aus Sicht der Gemeinde spricht nichts gegen das Vorhaben, weil es sich in die nähere Umgebung einfügt, erklärte Geschäftsstellenleiter Stefan Kirchbuchner in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

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Trotzdem hatten die Gemeinderäte Bedenken. Getraud Langbauer befürchtete, dass sich das Problem mit dem Geh- und Radweg verschärfe. Eine Sorge, die Bürgermeister Alois Salzeder (AWG) nicht teilte. „Zuvor war viel mehr Verkehr, jetzt sind wir auf einem guten Weg.“ Rechtlich sei der Antrag als Baulücke zu behandeln. Dritte Bürgermeisterin Daniela Reingruber (CSU) schlug in die gleiche Kerbe: Das Gefahrenpotenzial könne sich erhöhen durch mehr Verkehr. „So etwas werde immer geprüft“, sagte Salzeder.

Anderer Standort auf dem Gelände

Thomas Wintersteiger (CSU) empfand es als gut, die Zufahrten zu diskutieren, aber es gebe in der Gemeinde auch an anderer Stelle Kreuzungspunkte zwischen Straße und Geh- und Radweg. „Ist das ein Unterschied?“ Um den Verkehr zu entzerren, brachte Christian Mayerhofer (AWG) das geplante Gewerbegebiet ins Spiel. Wenn es realisiert werden würde, ließe sich vielleicht eine Zufahrt von der Kreisstraße umsetzen. „Hat man so viel Zeit?“ Der Verkehr zum Gewerbe würde dann gar nicht erst durch den Ort führen.

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Auch einen anderen Standort des Gebäudes auf dem Gelände brachte er ins Spiel. Für den Bauherrn ist das aber keine Option. „Es gab Gespräche, aber der Bauherr will das Gebäude als Lärmschutz“, sagte Salzeder.

Ist die Planung rechtlich überhaupt noch möglich? „Das ist doch im Umgriff des geplanten Gewerbegebiets“, stellte Daniela Reingruber fest. Weil es aber erin Bau im Bestand sei, sei es von den Planungen des Gewerbegebiets und dem damit zusammenhängenden Bürgerantrag nicht betroffen. Angesichts der Bedenken im Gremium schlug Günter Manz (AWG) vor, den Bauantrag aufzuschieben und die Diskussionen zum geplanten Gewerbegebiet abzuwarten.

Mit der Gegenstimme von Josef Edtmüller (AWG) stellte der Gemeinderat den Antrag zurück. „Wir schieben nur noch. Die ganze Verteilung des Betriebs ist dort“, sagte er. Der Standort für das geplante Gebäude mache damit Sinn. hi

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