Verein vor der Auflösung?

Führten durch die Jahreshauptversammlung: Schriftführerin Manuela Axenböck und Beisitzer Axel Strobel, die allerdings für das Amt des Vorsitzenden nicht zur Verfügung stehen. cg
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Führten durch die Jahreshauptversammlung: Schriftführerin Manuela Axenböck und Beisitzer Axel Strobel, die allerdings für das Amt des Vorsitzenden nicht zur Verfügung stehen. cg

Wie es mit dem Ortsverschönerungs- und Gartenbauverein Jettenbach weitergeht, ist auch nach der Hauptversammlung 2016 nicht klar. Noch immer hat sich niemand für den vakanten Posten des Vorsitzenden gefunden. Bis 2018 ist noch Zeit, dann müsste der Verein wohl endgültig aufgelöst werden.

Jettenbach – Der Ortsverschönerungs- und Gartenbauverein Jettenbach hat seit einem Jahr keinen Vorsitzenden mehr. Bei der Wahl fand sich kein Nachfolger für den langjährigen Vorstand Josef Wieser.

Zur Hauptversammlung 2016 hatten der Zweite Vorsitzende Martin Zehrer und seine Vorstandskollegen geladen. Weil Zehrer aber erkrankt war, führten Schriftführerin Manuela Axenböck und Beisitzer Axel Strobel durch die Versammlung. Axenböck legte den Jahresbericht vor, unter anderem über den Jahresausflug nach Sizilien. „Kopflos, aber nicht planlos“ sei der Verein seit dem Ausscheiden Wiesers, so die Schriftführerin.

Der Kassenbericht von Renate Englmaier wies einen positiven Kontostand von 7454 Euro aus.

Nachdem die Suche nach einem neuen Vorsitzenden im vergangenen Jahr kein Ergebnis gebracht hatte, klärten die Vorstandsmitglieder das weitere Vorgehen mit dem Dachverband ab. Die klare Aussage: „Sollte im regulären Wahljahr 2018 keine Vorstandschaft gewählt werden können, würde der Verein von Amts wegen aufgelöst.“ Das berichtete Beisitzer Axel Strobel, der zum Wahlleiter bestimmt worden war.

Auch diesmal fand sich niemand zu einer Kandidatur bereit. Manuela Axenböck und Axel Strobel, die beide vorgeschlagen wurden, lehnten mit einer nachvollziehbaren Begründung ab. Mit Nachdruck wollte eine Versammlungsteilnehmerin Axenböck überzeugen, doch das Amt zu übernehmen. Mit persönlichen Gründen und auch der Sorge, den Job die nächsten 40 Jahre nicht mehr los zu werden, lehnte die amtierende Schriftführerin aber erneut ab. Applaus erhielt ein Besucher, der die Mitglieder um Nachsicht bat und sie aufforderte, ein klares „Nein“ zu akzeptieren. „Sonst würde sich ja keiner mehr getrauen, zu einer Wahlversammlung zu gehen.“

Im weiteren Programm bot Kurt Schmid-Seyfferth einen kurzweiligen Vortrag unter dem Titel „Bayerisch – Unterhaltsam Gärtnern“. Der Vollprofi, der aus Landshut stammt, brachte fundiertes Wissen über Bodenbeschaffenheit ein. Schmid-Seyfferth warb für natürliche Gartenpflege und berichtete über einen speziellen Bodenakti- vator. cg

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