MusikschuleundOrchestergemeinschaftspielenfürRenovierung des evangelischen Kirchturms

Verdienter Applaus für Benefizkonzert

Das "Ensemble KlangVoll" unter Leitung von Agnes Burger mit Lisa Anzenberger am Klavier. Foto lt
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Das "Ensemble KlangVoll" unter Leitung von Agnes Burger mit Lisa Anzenberger am Klavier. Foto lt

Waldkraiburg - Mit einem abwechslungsreichen und kurzweiligen Benefizkonzert der Sing- und Musikschule ist das Sommerfest der evangelischen Kirchengemeinde ausgeklungen.

Die aufgeführten Werke entstammten überwiegend der Renaissance und dem Barock. Da musizierte ein Blechbläserquartett unter Leitung von Raimund Burger mit kräftigen, strahlenden, auch markigen Tönen in feinster Intonation zusammen mit Matthias Milde an der Orgel, der auch die Gesamtleitung des Konzerts inne hatte.

Ein Blockflötenensemble mit acht Teilnehmern der Klasse von Guillermo Velez musizierte auf feine, sanfte Art, besinnlich, ruhig, mal ohne Bassblockflöten, mal mit Posaune als Bassinstrument "La Bevilaqua" von F. Canale oder "Le Cremonese" von Da Viadana.

Zweimal trat das "Ensemble KlangVoll" der Sing- und Musikschule auf, 13 Sängerinnen unter Leitung von Agnes Burger. Die machten dem Namen der Gruppe alle Ehre und begaben sich in die neuere Zeit mit vier Chorsätzen in englischer Sprache: "The Blessing", "Donna Donna", "Heart, we will forget him" und "Arise my Love", letzteres im flotten 6/8-Takt. Lisa Anzenberger begleitete gekonnt, neckisch und sicher auf dem Klavier. Zweimal trat der Chor dann noch zusammen mit dem Blechbläserquartett und mit dem Blockflötenensemble, diesmal mit zwei riesigen, mannshohen Bassblockflöten, auf. Entsprechend kraftvoll, klangschön, sauber intoniert waren diese edel und höfisch wirkenden Werke von König Henry VIII. aus der englischen Renaissance anzuhören.

Beteiligt am Programm war auch eine Kammermusikgruppe der Orchestergemeinschaft unter Leitung von Ferenc Szelim Bene. Sie spielte zunächst das Konzert für Violine und Streicher in D-Dur, Opus 1, Nr. 4 in drei Sätzen von C. Tessarini. Beatrix Bene-Godany war dabei eine hervorragende Violinsolistin, die mit dem dynamisch agierenden Ensemble musikalische Zwiesprache hielt, flott im ersten und dritten Satz, ruhig und eindringlich im kurzen zweiten Satz. Agathe Renner unterstützte und begleitete die Gruppe großartig, unaufdringlich und exakt mit dem Continuo-Cembalo.

Später spielte die Kammermusikgruppe noch die sehr bekannte, lyrisch einschmeichelnde Air aus der Suite Nr. 3 in D-Dur, BWV 1068 von Johann Sebastian Bach.

Mäuschenstill war es da in der fast voll besetzten Kirche. Das ausnehmend schöne Konzert klang aus mit "Company", einem Werk von Henry VIII., für Chor, Flötenensemble und Blechbläserquartett, in Moll ausgeführt und in einem strahlenden Dur-Akkord endend. Lang anhaltender Applaus und Standing Ovations waren mehr als verdient.

Der Eintritt war frei, die großzügigen Spenden dienen der Renovierung und dem Erhalt des Kirchturms der Martin-Luther-Kirche. lt

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