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Urbanes Leben auf der Industriebrache

Gewerbe und Wohnen sollen auf dem Gebiet zwischen Ratiborer Straße und Nikolsburger Straße möglich werden. Dort war vor 40 Jahren eine Lackfabrik abgebrannt und lag seitdem brach. Friedl
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Gewerbe und Wohnen sollen auf dem Gebiet zwischen Ratiborer Straße und Nikolsburger Straße möglich werden. Dort war vor 40 Jahren eine Lackfabrik abgebrannt und lag seitdem brach. Friedl

Waldkraiburg – Eine Industriefläche längst vergangener Tage soll bald aus dem Stadtbild verschwinden.

Dort, wo vor 40 Jahren eine Lackfabrik abgebrannt ist und das Gelände seitdem eine Brache ist, sollen drei Mehrfamilienhäuser entstehen. Jetzt hat der Stadtrat die Änderung des Flächennutzungsplans zwischen Ratiborer und Nikolsburger Straße weiter auf den Weg gebracht.

Bislang ist das 6100 Quadratmeter großes Grundstück als Mischgebiet und teilweise als „Allgemeines Wohngebiet“ ausgewiesen, künftig soll es in ein „urbanes Gebiet“ umgewandelt werden. Urbane Gebiete dienen dem Wohnen sowie der Unterbringung von Gewerbebetrieben und sozialen, kulturellen und anderen Einrichtungen, die die Wohnnutzung nicht wesentlich stören. Mit den geplanten Wohn- und Geschäftshäusern mit zum Teil nicht störenden Gewerbeeinheiten will die Stadt nun eine städtebauliche Neuordnung im überplanten Areal erzielen.

Dem Stadtrat lagen in seiner Sitzung die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange vor. Unter anderem weist die Deutsche Bahn darauf hin, dass es durch den Bahnbetrieb zu Immissionen und Emissionen an der benachbarten Bebauung kommen kann. Gegebenenfalls erforderliche Schallschutzmaßnahmen müssen von der Gemeinde oder vom Bauwerber vorgenommen werden. Der Bund Naturschutz spricht sich dafür aus, dass alle Möglichkeiten alternativer Energiegewinnung wie zum Beispiel Fotovoltaikanlagen und Warmwasserkollektoren konsequent ausgeschöpft werden sollen. Außerdem sollte frühzeitig die artenschutzrechtliche Situation geklärt werden, damit sich keine Verzögerungen für das Vorhaben ergeben. Denn beim Abriss der noch bestehenden Gebäude könnten sich artenschutzrechtliche Verbotstatbestände ergeben, falls Lebensbestände geschützter Tierarten betroffen sind. Für die Artenvielfalt sollten Nistkästen vorgesehen werden. Um den Radverkehr zu fördern, sollten regengeschützte Stellplätze für Räder geschaffen werden. Die Handwerkskammer für Oberbayern und München will sichergestellt wissen, dass gewerbliche Nutzungen nicht durch eine heranrückende Wohnbebauung eingeschränkt werden.

Die Abwägungen der Träger öffentlicher Belange wurden von allen zur Kenntnis genommen und – soweit möglich – auch im Bauleitplanverfahren berücksichtigt. Der Stadtrat stimmte einstimmig dafür, dass die Verwaltung den Entwurf für die Flächennutzungsplanänderung überarbeiten und anschließend öffentlich auslegen soll.hi

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