Nachruf

Maria Köbinger

Unterreit – Maria Köbinger ist im Alter von 85 Jahren gestorben.

Ihr Tod kam für alle, die sie kannten, unerwartet. Pfarrer Ulrich Bednara bezeichnete die Verstorbene in seiner Trauerrede als „gläubige Christin, die ihren Glauben auch bei schweren Schicksalsschlägen nie infrage stellte“.

Maria Köbingers Lebensweg begann am 5. Mai 1934 auf dem elterlichen Hof in Lungenstedt in der Gemeinde Rechtmehring. Dort wuchs sie mit ihren Geschwistern Susanne, Georg, Hans und Franz auf. Gerne erinnerte sie sich an die schöne Zeit im Elternhaus.

 Nach dem Schulbesuch in Rechtmehring besuchte sie die Berufsschule und anschließend die Haushaltsschule der Englischen Fräulein auf der Burg in Wasserburg.

Ihren späteren Ehemann Alois Köbinger lernte sie beim Tanzen kennen und lieben und die Hochzeit fand im April 1956 statt. Mit der Heirat fand sie auf dem Lehmannhof in Oberreith eine neue Heimat und eine glückliche Zukunft. Die Kinder Alois, Maria, Elisabeth, Josef und Waltraud bereicherten das Familienleben. Gemeinsam wurde der elterliche Hof bewirtschaftet, für die Verstorbene stand die Sorge um ihre Familie immer im Vordergrund und so war sie immer stolz auch auf die 14 Enkelkinder, die die Familie im Laufe der Jahre vergrößerten. Auch die sieben Urenkel bereicherten ihr Leben und bekamen viel Aufmerksamkeit von ihr.

Neben den Sonnentagen gab es auch immer wieder Schatten. So war es sehr schwer, als Maria Köbinger sich allein um den Hof kümmern musste, da ihr Gatte lange Zeit wegen einer schweren Erkrankung im Krankenhaus verbringen musste. Großen Rückhalt bekam sie in dieser Zeit von ihrer großen Familie und besonders vom Bruder Hans.

Im September 2014 verstarb ihr Ehemann, vier Jahre pflegte sie ihn mit ihrer ganzen Kraft. Solange es ihre Gesundheit erlaubte, übernahm Maria Köbinger auch nach der Übergabe des Hofes an Sohn Josef viele Arbeiten im Haushalt und der Landwirtschaft, besonders auch nach dem frühen Tod ihrer Schwiegertochter im vergangenen Jahr war sie eine Stütze für ihre Familie.

Abwechslung im Alltag brachten ihr immer wieder Treffen mit dem Frauenbund Wang, Familienausflüge, Zeitung lesen, Rätsellösen und ein Gespräch mit den Nachbarinnen machten ihr viel Freude. fim

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