Unter Strom: Stadt Waldkraiburg legt Konzept für E-Mobilität vor

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E-Tankstelle.

Weit über 20.000 Einwohner, aber noch keine E-Ladesäule. Trotzdem will die Stadt Waldkraiburg den Anschluss an die E-Mobilität nicht verpassen. Der Stadt liegt nun ein Elektromobilitätskonzept vor, das drei Standorte im Stadtgebiet priorisiert. Bei der Umsetzung sind auch Unternehmen eingebunden.

Waldkraiburg – Waldkraiburg ein weißer Fleck auf der Landkarte – aber nur im Hinblick auf Stromtankstellen für Autos. Doch bald soll die Stadt Farbe bekommen. Wo E-Ladesäulen am sinnvollsten, dazu hat die Stadt ein Elektromobilitätskonzept in Auftrag gegeben, die im Bauausschuss vorgestellt wurde. Die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen war dabei ein Ansatz.

Im Waldkraiburger Stadtbild tauchen sie bislang nur vereinzelt auf: 2018 waren nur 19 Elektroautos in der Stadt zugelassen, ein Anteil von 0,15 Prozent. Doch das könnte sich schnell ändern: Sollte die durchschnittliche bundesweite Prognose für die Entwicklung von E-Autos auch für Waldkraiburg zutreffen, könnten bis 2022 bereits 433 Autos in der Stadt zugelassen sein, bis 2030 wären es dann schon 2031. Ein Anteil von 13 Prozent. Der dazu benötigte Energieanteil lässt sich Berechnungen zufolge über regional erzeugte Sonnenergie decken.

21 Standorte im Stadtgebiet

Die Weichen will die Stadt jetzt stellen und eine öffentliche Ladestruktur schaffen. Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) hatte im Sommer bereits ein entsprechendes Elektromobilitätskonzept angekündigt, jetzt liegt es der Stadt vor. Insgesamt 21 Standorte hat ein Augsburger Ingenieurbüro unter die Lupe genommen, die sich über das ganze Stadtgebiet verteilen. Nicht nur auf öffentlichen Plätzen lassen sich E-Ladesäulen realisieren, sondern zum Beispiel auch auf Firmenparkplätzen.

In einem ersten Schritthaben sich drei Standorte für E-Ladesäulen herauskristallisiert. Einer davon ist der Stadtplatz. Maier

Denn im Vorfeld hatten Unternehmen Interesse signalisiert, mit denen sich Synergien entwickeln lassen. „Die Bereitschaft für einen gemeinsamen Ansatz ist groß. Damit lässt sich ein Mehrwert für die Bürger schaffen“, war Benjamin Dietz vom Ingenieurbüro überzeugt.

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Neben Entwicklungsperspektiven und Verkehrsströmen waren Aufenthaltsmöglichkeiten für Kunden und die Situation vom Stromnetz entscheidende Kriterien bei der Standortsuche. Drei Standorte haben sich für den Anfang herauskristallisiert: am Stadtplatz – wo bereits Stadtwerke und Sparkasse eine Ladesäule planen –, in der Friedländer Straße und beim Kino. Für die drei priorisierten Standorte wurden bereits entsprechende Förderanträge gestellt. Bezuschusst werden nicht nur die Anschaffung der Ladesäulen, sondern auch die Tiefbauarbeiten und der Stromnetzanschluss. „Wir halten uns damit die Chancen offen“, sagte Dietz.

Die Stadt hat bereits einen bewillligten Förderantrag für die Anschaffung von vier E-Fahrzeugen und sieben Ladesäulen. Weil aber Leasingangebote wirtschaftlicher erscheinen, wurden bislang keine neuen Fahrzeuge angeschafft. Der bewilligte Förderantrag wurden aber noch nicht zurückgezogen.

Hohe Leistung, kurze Standzeiten

Was kommt auf die Stadt zu, wenn die Elektroautos immer mehr werden? Fehlende Parkplätze am Stadtplatz und zu geringe Stromkapazitäten befürchtete Margit Roller (CSU). „ES braucht mehr ein Tankstellendenken“, sagte Dietz. Mit hohen Ladeleistungen seien nur geringe Standzeiten nötig. Außerdem bieten Apps eine gute Übersicht, wo eine freie Ladesäule zu finden ist. Außerdem gebe es noch dezentrale Versorgungsmöglichkeiten.

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Carsten Schwunck, Leiter der Bauabteilung, räumte ein, dass für normale Autos der Parkraum weniger werde. Aber: „Der Fahrer eines E-Autos will ohnehin dort parken und die Zeit für Besorgungen nutzen.“ Für ihn sei es eine Investition in die Zukunft.

Einstimmig billigte der Bauausschuss das Elektromobilitätskonzept. Außerdem soll die Verwaltung die Standorte am Stadtplatz, in der Friedländer Straße und beim Kino vorplanen.

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