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Ungarische Gäste am Waldkraiburger Gymnasium

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Von: Erika Fischer

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Beim Besuch im Rathaus (von links, vordere Reihe): Lisa Scheer, Bürgermeister Pötzsch, Bernadett Petö, Thomas Fraundorfner und Pèter Mèlies.
Beim Besuch im Rathaus (von links, vordere Reihe): Lisa Scheer, Bürgermeister Pötzsch, Bernadett Petö, Thomas Fraundorfner und Pèter Mèlies. © Picasa

Schüleraustausch: Als Partner konnte das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Pilisvörösvar, einem Vorort von Budapest, gewonnen werden.

Waldkraiburg – Bereits für das Schuljahr 2019/2020 war dieses besondere Projekt am Gymnasium Waldkraiburg geplant. Doch wie so vieles musste auch der Schüleraustausch wegen Corona verschoben werden. Geplant war nicht nur eine Begegnung mit dem osteuropäischen Nachbarn Ungarn, sondern auch eine neue Erfahrung für die Waldkraiburger Schüler und Lehrer.

Als Partner konnte das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Pilisvörösvar, einem Vorort von Budapest, gewonnen werden. Es ist ein sogenanntes Nationalitätengymnasium, das sich besonders auf die Donauschwaben als Ursprungsbevölkerung bezieht und in dem Deutsch Unterrichtssprache ist.

Zu einem ersten Kennenlernen waren die betreuenden Lehrer Lisa Scheer und Daniel Münch sowie der stellvertretende Schulleiter Thomas Fraundorfner in den vergangenen Osterferien in die ungarische Hauptstadt gereist. Dort wurde besprochen, dass 15 Schüler für eine Woche nach Bayern kommen, wo in Waldkraiburg und Umgebung schnell Gastfamilien gefunden wurden, bei denen sie nun zu Gast sind.

Sprachliche Barrieren gab es nicht, sodass auch den Waldkraiburger Schülern, die kein Französisch lernen, ein Austausch angeboten werden konnte. Sie wurden und werden beim Gegenbesuch mit einer finno-ugrischen Sprache konfrontiert, die so gar nichts mit den indogermanischen Sprachen zu tun hat.

Das hiesige Gymnasium hatte ein buntes Programm zusammengestellt. So verbrachten die Gäste den Feiertag in den Gastfamilien. Am nächsten Tag begrüßte Schulleiter Helmut Wittmann die jungen Gäste, die gemeinsam mit ihren deutschen Partnern den Unterricht besuchten.

Ein Empfang bei Bürgermeister Robert Pötzsch im Rathaussaal schloss sich an und Waldkraiburg als Industriestadt wurde bei einem Besuch im Bunker 29 vorgestellt. Ausflüge nach München und Passau stehen ebenfalls auf dem Programm, bevor am letzten Tag ein Abschiedsabend mit Volkstanz beim Holzmann-Wirt in Oberneukirchen die deutsch-ungarische Kennenlernwoche beendet. Und sicher wird es dann am Bahnhof heißen: Viszlàt, auf Wiedersehen in Budapest!

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