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Unermüdliches soziales Engagement

Hildegard "Gertl" Sattler +
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Hildegard "Gertl" Sattler +

Waldkraiburg - Im Alter von 91 Jahren ist am gestrigen Freitag Hildegard Sattler verstorben. Die langjährige Stadträtin der SPD genoss für ihr großes Engagement im sozialen Bereich über die Parteigrenzen hinaus Anerkennung. In den letzten Jahren hatte sich ihr Gesundheitszustand immer mehr verschlechtert, so dass es ihr nicht mehr möglich war, aktiv am Leben teilzunehmen.

Hildegard Sattler, die alle nur als "Gertl" kannten, wurde am 1. September 1919 in Rothau, Kreis Graslitz als älteste von drei Schwestern geboren, sie entstammt einer alten sozialdemokratischen Familie. Nach der Schule fand sie eine Anstellung bei der Krankenkasse in Graslitz. Mit der Machtübernahme Hitlers wurde sie entlassen und war somit arbeitslos, später musste sie auch in der Rüstungsindustrie arbeiten.

1939 heiratete sie Leopold Sattler, im selben Jahr wurde Tochter Christa geboren. Wie viele Sudetendeutsche traf auch sie und ihre Familie das Schicksal der Vertreibung, in Bayern fanden sie eine neue Heimat. Zuerst in Aschau, dann in Waldkraiburg.

Mit in die neue Heimat nahm Gertl Sattler ihre Begeisterung und tiefe Überzeugung für die SPD, der sie bereits seit 1934 angehörte. So war es nicht verwunderlich, dass sie mit zu den Gründungsmitgliedern der SPD- Ortsvereine in Aschau und Waldkraiburg gehörte.

1974 begann ihr Wirken in der SPD-Fraktion des Waldkraiburger Stadtrates, dem sie bis 1990 angehörte. Ihre Mitgliedschaft in vielen Vereinen, wie der Arbeiterwohlfahrt, der Seliger-Gemeinde, den Egerländern, den Erzgebirglern, dem Roten Kreuz und dem Blindenbund, zeugen von ihrer Liebe zur Heimat und dem unermüdlichen Einsatz im sozialen Bereich.

Für ihre vielfältige Arbeit in der SPD, dem nimmermüden Einsatz für sozial Schwache und ihre politische Arbeit in verschiedenen Gremien wurde sie mit zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen bedacht. Dazu gehören die Dr.-Kriegisch-Ehrenmedaille (1988), die Richard-Reitzner-Medaille der Seliger-Gemeinde (1994), die Verdienstmedaille der Bayern-SPD (1995), das Ehrenzeichen von Ministerpräsident Stoiber (2004) und die Willy-Brandt-Medaille (2008).

Neben ihrer Tochter Christa Zabelt mit Mann, den Enkeln und Urenkeln trauern auch der SPD-Ortsverein Waldkraiburg und der SPD- Unterbezirk Mühldorf um die Verstorbene. Sie verlieren eine Sozialdemokratin der ersten Stunde, die beliebt und geachtet war und Beispiel für nachfolgende Generationen ist. re

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