Tigerpython mag das Streicheln

Waldkraiburg - Mit über 60 Terrarien und vielen Schaukästen sind Manfred Werdan und Erich Starlinger im Foyer der Ferdinand-Porsche- Realschule zu Gast. Sie wollen «keine Show mit Tieren, sondern lebendigen Biologieunterricht» bieten.

Im Auftrag des bayerischen Staates stellen die beiden Sachverständigen den Schülern etwa 300 Reptilien und Amphibien vor, die teils bei Zollkontrollen beschlagnahmt oder aufgrund nicht artgerechter Haltung den Besitzern abgenommen wurden.

Das «Angebot» reicht vom giftigen Kaiserskorpion, dem einen Meter großen Leguan oder auch der heimischen Smaragd- Eidechse bis zur Spinne Brachypelma, die als «impulsiv, launisch, eher nicht aggressiv» beschrieben wird. «Die hat ja Eigenschaften wie ich!», meint Lisa aus der 6. Klasse selbstkritisch. Als Manfred Werdan dann sogar den berühmten Tigerpython Jonathan den Schülern auf die Arme legt, der im Vorjahr in Ampfing entkommen war und erst nach einiger Zeit wieder eingefangen und gesund gepflegt wurde, ist so manches Vorurteil revidiert. «Der ist ja gar nicht glitschig und lässt sich sogar streicheln», stellt Christian aus der 5. Klasse fest.

Besonders überrascht sind die Schüler, dass sie so manches bekanntermaßen gefährliche Tier in die Hand nehmen dürfen. Vor allem aber die Mädchen fasziniert die Farbenpracht zum Beispiel der Pfeilgiftfrösche oder das leuchtende Blau des gepanzerten Kaiserskorpions bei Schwarzlicht.

Bis Sonntag, 1. Februar, kann die Bevölkerung die informative Ausstellung im Foyer der Realschule besuchen. Geöffnet ist sie am Freitag von 13 bis 17 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr. fis

Kommentare