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Dreifach-Tennishalle nach dem Sparten-Gründer Leon Markowitz benannt

Tennis-Club Waldkraiburg feiert 50. Geburtstag: „Pflegt den guten Zusammenhalt“

Gratulation zum neuen Namen der Tennishalle: (von links) Wolfgang Nadvornik, Hans Kreidl, Inge Schnabl (sitzend), Landrat Max Heimerl, Erika Fischer, Frank Markowitz, Kai Röpke und Oliver Markowitz.
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Gratulation zum neuen Namen der Tennishalle: (von links) Wolfgang Nadvornik, Hans Kreidl, Inge Schnabl (sitzend), Landrat Max Heimerl, Erika Fischer, Frank Markowitz, Kai Röpke und Oliver Markowitz.
  • Erika Fischer
    VonErika Fischer
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Leon Markowitz war vor 50 Jahren eine treibende Kraft bei der Gründung der Tennis-Abteilung im Waldkraiburg. Über 21 Jahre sorgte er im Vorstand für das Gedeihen der Abteilung. Zur 50-Jahr-Feier kamen zahlreiche Ehrengäste und hatten einiges zu erzählen.

Waldkraiburg – Es war nicht nur eine stattliche Zahl von Mitgliedern, die Hans Kreidl, Vorsitzender der Tennis-Abteilung im VfL Waldkraiburg, in der Dreifachhalle begrüßen konnte, deren erster Platz zum Festsaal umfunktioniert war. Auch zahlreiche Ehrengäste zeigten dem Club bei der 50-Jahr-Feier ihre Verbundenheit.

Humorvolle Moderation

Sportmoderator Wolfgang Nadwornik, als echtes Waldkraiburger Kindl mit der Geschichte der Tennis-Sparte bestens vertraut, führte humorvoll durch die Feier. So betonte VfL-Vorsitzender Kai Röpke, er sei stolz auf eine der größten Sparten im Verein. Wer im weiten Umkreis könne schon zehn Freiplätze und eine Dreifachhalle sein Eigen nennen, da ja der VfL vor einigen Jahren die gesamte Anlage für einen symbolischen Euro von der Stadt übernommen hatte? „Mein Wunsch: Pflegt auch in den nächsten 50 Jahren einen so guten Zusammenhalt“, so Röpke.

Dem pflichtete Dritter Bürgermeister Anton Kindermann bei, als er das Komplettangebot der Sparte hervorhob, in dessen Gaststätte auch das gesellige Beisammensein der „Sportstadt im Grünen“ gepflegt werde.

Landrat Max Heimerl musste Moderator Nadvornik leicht korrigieren. Der hatte den Landrat als „früher fürchterlich gefährlichen Tennisspieler“ vorgestellt. Heimerl: „Eher fürchterlich!“ Er habe als Neumarkter 1983 einen neidvollen Blick auf den Bau der Halle geworfen und dessen Begründer Leon Markowitz als Teamleader erlebt, der wie kein anderer zu motivieren und begeistern verstand.

Ehrung für verdiente Mitglieder

Die Ehrung verdienter Mitglieder nahm anschließend Hans Kreidl mit seiner Stellvertreterin Inge Schnabl vor. Sie konnte er als Erste auszeichnen, denn „ihre Tatkraft ist allen bekannt. Ein ‚Geht nicht‘ gibt es bei ihr nicht. Ich erinnere nur an das Erstellen der Tennisbroschüre mit den inserierenden Sponsoren.“ Schnabl wiederum hob das Engagement ihres Mannes Luis als Platzwart und technischer Leiter hervor.

Moderator Nadvornik verwies außerdem auf den Einsatz von Walter Schneider, Anton Binder, Annemarie Deschler sowie des Ehepaares Ranner und lobte abschließend Hans Kreidls Tenniserfolge: „Du bist nicht nur seit 2018 Spartenleiter, hast den C-Trainerschein gemacht, bist in deiner Altersklasse unter den Top 100 in Deutschland und wirst auch als Ü100 noch aktiv sein.“

Sepp Eisenberger als Vertreter des Bayerischen Tennisverbandes knüpfte daran an: „Die Ehrung der Ehrenamtlichen ist für mich das Wichtigste bei so einer Feier – neben dem Lob für die Tennisschulen, früher mit Timo Schwarz und heute mit Roman Bressel.“

Gratulation zum 50. Geburtstag: Seit 1983 fliegen in der Tennishalle die Filzkugeln über die Netze, zum Jubiläum wurde Platz 1 kurzerhand zur Festhalle umfunktioniert und nach ihrem Begründer Leon Markowitz benannt.

In einem launigen Festgespräch erinnerten Nadvornik und Kreidl an einige prägende Abschnitte der Vereinsgeschichte, so zum Beispiel an die 1950er-Jahre als Gründerphase, an die Gruppe der „Netroller“ als Mischung aus Geselligkeit und Sport oder an die 1990er-Jahre mit großartigen sportlichen Erfolgen.

Söhne und Enkel bei der Ehrung dabei

Höhepunkt der Veranstaltung war die Namensgebung der Dreifachtennishalle. Die beiden Söhne von Leon Markowitz waren mit Familie aus München gekommen, um die Ehrung für ihren Vater und Opa mitzuerleben.

Nach Auftritten der TSC- Cheerleader und einem Schaukampf-Doppel von Wolfgang Nadvornik mit den Tennistrainern klang die Feier bei Erinnerungsgesprächen am kalten Buffet aus.

Ohne Leon Markowitz gäbe es in Waldkraiburg wohl kein Tennis

1969 plante Leon Markowitz mit anderen Interessierten die Gründung eines Tennisvereins. 1972 wurde unter seiner Leitung die Sparte gegründet und ein Grundstück gesucht, auf dem 1973 mit viel Eigenleistung drei Sandplätze entstanden. 1974 hatte der Verein bereits 179 Mitglieder. Im gleichen Jahr wollte Markowitz wegen Arbeitsüberlastung beim Gummiwerk als Führungskraft zurücktreten, behielt aber weiterhin den Vorsitz der Tennisabteilung. 1975 folgte die Einweihung des Tennisheims, es existierten bereits acht Sandplätze. 1982 war der BTV-Präsident Georg von Waldenfels zu Gast in Waldkraiburg und gratulierte dem Verein zu seinen Erfolgen. Am 24. Oktober 1983 wurde die Dreifachtennishalle eingeweiht, deren Entstehen hauptsächlich Markowitz zu verdanken ist. 1985 wurde Markowitz erneut zum Vorsitzenden gewählt. 1993 gab er – nach 21 Jahren verdienstvoller Vorstandsarbeit – sein Amt ab. Am 7. Oktober 2016 verstarb Leon Markowitz im Alter von 85 Jahren.fis

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