Taufkirchen: Nachruf auf Theresia Hofmeister

Theresia Hofmeister †

Taufkirchen – Der Platz auf dem Sommerbankerl vorm Haus ist verwaist, ebenso leer bleibt der Platz bei der Kaffeerunde der Nachbarinnen und besonders bei den Treffen des Seniorenclubs: Theresia Hofmeister wurde völlig unerwartet infolge eines schweren Schlaganfalles aus der Mitte ihrer Familie gerissen.

Die Verstorbene war bis zu ihrem Tod eine wichtige Stütze für ihren Gatten, der seit einer Operation an den Rollstuhl gefesselt ist. Nur drei Tage vor ihrem 66. Hochzeitstag kam sie am Ziel ihres Lebens an. Ein Leben, das am 3. August 1932 in Fraham begann, dort wuchs sie mit fünf Geschwistern auf. Mit 17 Jahren kam sie zum Schweikl nach Oberneukirchen als „Mädchen für Alles“, bevor sie als Magd auf dem Nemerhof in Taufkirchen sich ihr tägliches Brot verdiente.

Eine Hundberglerin wurde sie mit der Heirat mit Georg Hofmeister im Jahr 1953. Hier wurde ihr ihre Familie zum Lebensinhalt, für die vier Töchter war sie immer die fürsorgliche Mutter und auch für den Sohn ihrer Schwester übernahm sie drei Jahre die Rolle einer Pflegemama. Zu den Aufgaben einer Hausfrau und Mama gehörte auch die Landwirtschaft mit all ihren Arbeiten. Als „Hausnoderin“ war sie über die Gemeindegrenze hinaus sehr gefragt, für sie ein Nebenerwerb.

Besonders hart und schwer zu überwinden war für die Verstorbene der Unfalltod von Tochter Rosmarie im Jahr 1974, auch der frühe Tod von Schwiegersohn Hans riss eine Lücke in ihre Familie. Als Oma und Uroma wurde sie von sieben Enkel und sieben Urenkel besonders geliebt. Gerne erinnerte sie sich an die geliebten Bergwanderungen mit ihrem Gatten, der Garten war eine Leidenschaft von ihr und für ihre im Haus wohnenden Enkelinnen Verena und Sandra war sie der Mittelpunkt.

Lange Zeit ging sie in die wöchentlichen Senioren-Turnstunden und führte viele Jahr die Kasse des Seniorenclubs. Jetzt fand sie im Beisein einer großen Trauergemeinde ihre letzte Ruhe an der Seite ihrer verstorbenen Tochter. fim

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