Taufkirchen: Nachruf auf Schwester M. Herlinde Mittermaier

Schwester M. Herlinde Mittermaier †

Taufkirchen: Nachruf auf Schwester M. Herlinde Mittermaier

Taufkirchen – Ein langer Lebensweg ging für Schwester M. Herlinde Mittermaier zu Ende. Auf dem Klosterfriedhof in Mallersdorf fand sie im Beisein ihrer Familie und der Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen ihre letzte Ruhestätte.

Als Maria Mittermaier erblickte sie am 30. November 1930 in Zaunhub das Licht der Welt und wuchs mit sechs Geschwistern auf. Schon in ihrer Schulzeit nahm sie am kirchlichen Leben in ihrer Heimatpfarrei teil. Sie gehörte der Katholischen Jugend an und beteiligte sich an sozialen Aufgaben. In dieser Zeit festigte sich der Wunsch, ins Kloster zu gehen. Doch zunächst wurde sie zu Hause gebraucht zur Mithilfe in der Haus- und Landwirtschaft. Vor ihrer Entscheidung ging sie für ein Jahr in das Franziskushaus in Altötting und half dort mit großem Interesse in der Backstube. Bestärkt trat sie 1958 der Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen bei.

Nach einem Praktikum in der Kinderklinik Regenburg wurde Maria 1960 eingekleidet und erhielt den Namen Schwester Herlinde. Im zweiten Noviziatsjahr kam sie nach Hemau zur Mithilfe in einer Heimgruppe, wo sie nach ihrer Profess 1963 wieder zurückkehrte. Ihre nächsten Wirkungsorte wurden Pirmasens, ein Kinderhort in Landshut und das Franziskushaus in Altötting. Aufgrund gesundheitlicher Beschwerden blieb sie ab 1971 im Mutterhaus in Mallersdorf, half überall mit und war sehr gerne bei der Pflege des Exerzitiengartens tätig. Als ihre Kraft aufgebraucht war, beschäftigte sie sich gerne mit Handarbeiten und strickte für arme Kinder Mützen, Dchals und Handschuhe.

Sie war sehr kontaktfreudig und es war ihr immer ein Bedürfnis, Freude zu bereiten. Ende 2017 kam sie in die Pflegestation St. Maria und wurde dort mit viel Geduld umsorgt. Jetzt ist sie unerwartet rasch im Alter von 89 Jahren verstorben. fim

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