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IM ALTEN BAHNHOF

Ist Tagesstätte vom Tisch?

Das Hü-Hott im Aufsichtsrat der Stadtbau und im Stadtrat zum Thema Heilpädagogische Tagesstätte im Alten Bahnhof hat das Franziskushaus Au dazu gebracht, das Projekt mit Waldkraiburg sterben zu lassen und anderweitig zu planen. Ist die Einrichtung und damit der Erhalt des Bahnhofsgebäudes tatsächlich endgültig vom Tisch?

Gars/Waldkraiburg – „Wir waren überrascht“, sagt Alois Haslberger, Geschäftsführer des Franziskushauses Au am Inn und meint die Entscheidung des Waldkraiburger Stadtrats.

Der votierte vergangene Woche einstimmig dafür, dass die Heilpädagogische Tagesstätte, so wie mit der Einrichtung in Au ursprünglich besprochen, kommen kann (wir berichteten). Allerdings war man dort schon vor ein paar Wochen überrascht. Da kam von der Waldkraiburger Stadtbau GmbH genau die gegenteilige Auskunft. „Wir hatten keine Planungssicherheit, für uns war damit das Projekt erledigt“, so Halsberger.

Dabei habe man die Stadt und die Stadtbau als zuverlässigen Partner kennengelernt, sagt er.

Doch dann teilte die städtische GmbH mit, man habe beschlossen, den Plan Kindertagesstätte im Alten Bahnhof nicht weiter zu verfolgen, „ohne Begründung, der Geschäftsführer konnte uns das auch nicht erklären, dabei haben wir das Projekt dort kurz vorher nochvorgestellt“.

Es war für die Franziskanerinnen und alle Beteiligten eine neue Situation, „wir mussten reagieren“. Informiert über die neue Situation wurden dann Heimaufsicht, Kostenträger und der Vermieter der Räumlichkeiten in Gars. Und es war klar: „Wir bleiben in Gars, eine Alternative können wir nicht aus dem Hut zaubern“, so Hasl berger. Informiert wurde über diesen Entschluss auch die Stadtbau Waldkraiburg.

Und jetzt die Überraschung, „die nächste Änderung um 180 Grad“ wie Haslberger den Beschluss des Waldkraiburger Stadtrats letzte Woche beschreibt. Der Beschluss kam zu spät. Es gab mit dem Vermieter der Räume in Gars Gespräche, „das Gebäude hat Potenzial, von der Heimaufsicht kritisierte Dinge zu verbessern“, so Haslberger.

Dass die Option Umzug nach Waldkraiburg keine mehr ist, darüber hat man auch den Waldkraiburger Bürgermeister informiert. Dieser hat die Leitung des Franziskushauses bereits zu einem Gespräch eingeladen. „Wir werden das natürlich annehmen“, so Alois Hasl berger.

Pötzsch noch nicht hoffnungslos

Bürgermeister Robert Pötzsch sieht das Projekt nicht als gestorben an. „Hoffnungslos bin ich noch nicht“, erklärt er auf Nachfrage der Heimatzeitung. Von der neuen Stadtratsentscheidung vergangene Woche habe er tags darauf Haslberger informiert. Der habe ihm erklärt, dass darüber nochmal in internen Gremien der Franziskanerinnen diskutiert werde und Pötzsch warte noch auf das Ergebnis.

Auf die Frage, was passiert, wenn das Projekt nun tatsächlich gestorben sein sollte, sagt er, „dann stehen wir wieder am Anfang. Auch bei den Planungen für das restliche Areal um den Alten Bahnhof sind wir ja schon mittendrin. Es wäre sehr ärgerlich, wenn die HPT nicht zustande kommt.“ Er wirbt noch einmal für „die sinnvollste Lösung für alle Beteiligten“. Über das Abstimmungsverhalten im Aufsichtsrat des Stadtbaus möchte er keine Stellung beziehen, auch nicht, von welcher Seite die Ablehnung kam. Doch längst ist es ein offenes Geheimnis, dass vereinzelter Widerstand von CSU-Seite ausging.

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