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Stimmige Planung

24 Menschen mit Behinderung sollen in dem Wohngebäude an der Duxer Straße 6 leben.  Planungsgruppe Winkler
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24 Menschen mit Behinderung sollen in dem Wohngebäude an der Duxer Straße 6 leben. Planungsgruppe Winkler

Eine Wohnanlage für behinderte Menschen aus dem Schloss Mal- seneck bei Kraiburg mit Förderstätten will die Barmherzige Brüder gemeinnützige Behindertenhilfe GmbH auf dem ehemaligen Aldi-Gelände an der Duxer Straße 6 bauen. Den Vorentwurf für die Planung hat der Stadtentwicklungsausschuss mit großer Mehrheit befürwortet.

Waldkraiburg– Die Tage des Behindertenwohnheims auf Schloss Malseneck sind gezählt. Die Einrichtung wird in einigen Jahren ausziehen müssen, weil es für eine dringend notwendige Sanierung keine staatlichen Zuschüsse mehr gibt (wir berichteten). Der Betriebsträger, die Behindertenhilfe GmbH, die unter anderem auch eine Einrichtung in Algassing bei Dorfen betreibt, musste sich nach Alternativen umsehen – und hat sie in Waldkraiburg gefunden. Dort soll auf dem ehemaligen Aldi-Gelände ein Neubau entstehen. Das Grundstück haben die Barmherzigen Brüder bereits erworben, teilte Günter Ducke, einer der Geschäftsführer der Behindertenhilfe, im Stadtentwicklungsausschuss mit. 24 Menschen mit Behinderung sollen in dem Wohnheim leben, die Förderstätte 24 Plätze bieten.

Architekt Stefan Ackermann erläuterte die Planung für den H-förmigen Baukörper, zu dem eine dreigeschossige Förderstättte und ein dreigeschossiges Wohnheim gehören. Drei Wohngruppen mit jeweils acht Bewohnern, davon vier Rollstuhlfahrer, werden dort leben. Jeder hat ein Einzelzimmer, teilt sich Gemeinschaftsräume mit den anderen.

Im Gebäude der Förderstätte ist auch die Verwaltung untergebracht.

Verbunden sind die beiden Gebäude durch einen eingeschossigen Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Speisesaal, Therapieräumen und Gemeinschaftsraum. Großer Wert wurde bei der Planung darauf gelegt, dass das Wohnheim nach außen wie eine moderne Wohnbebauung wirkt und nicht das Erscheinungsbild eines Sozialbaus hat.

Aufgrund der in einigen Punkten geänderten Bebauung muss der Bebauungsplan überarbeitet werden. Die Kosten dafür hat der Antragsteller zu tragen. Dies regelt ein städtebaulicher Vertrag, in den auf Anregung von Stadtrat Gerd Ruchlinski (SPD) auch aufgenommen wird, dass die Gebäude nach Möglichkeit an die geothermale Fernwärme angeschlossen werden.

Gefährdet Projekt die soziale Balance?

CSU-Fraktionschef Anton Sterr sprach von einer „stimmigen Planung“. Gleichzeitig verwies er auf den Sozialbericht der Stadtverwaltung und auf die Tatsache, dass es in Waldkraiburg bereits mehrere Wohngruppen von Behinderten- und Betreungseinrichtungen gebe. „Wir müssen auf die soziale Balance achten“, um eine positive Stadtentwicklung zu gewährleisten, so Sterr. Ähnlich äußerte sich seine Fraktionskollegin Annemarie Desch-ler. Waldkraiburg habe allein schon mehr als 500 Menschen, die unter Betreuung stehen. Das sei ein Kraftakt. Deschler: „Wir müssen aufpassen, dass wir sozial nicht in Schieflage kommen.“

„Mit 24 Personen halte ich die soziale Balance für ge geben“, widersprach UWG-Fraktionssprecher Dr. Frieder Vielsack. Er lobte die gute Planung, sprach von einer Aufwertung für diese Gegend. Das Aldi-Gebäude sei seit Jahren leer gestanden. „Jetzt wird was Anständiges hingebaut“, bekräftigte sein Fraktionskollege Done Brunnhuber.

Bei einer Gegenstimme von Annemarie Deschler beschloss der Stadtentwicklungsausschuss, den Bebauungsplan entsprechend dem vorliegenden Vorentwurf zu ändern.

STIMMIGE PLANUNG

WOHNANLAGE MIT FÖRDERSTÄTTE FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNG

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