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Statt Warteschlange: Stadtwerke Waldkraiburg führen Besucherzähler für Waldbad ein

Eine lange Schlange vor der Kasse soll es im Waldbad nicht mehr geben. Die Stadtwerke haben reagiert und einen Besucherzähler auf ihrer Homepage veröffentlicht.
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Eine lange Schlange vor der Kasse soll es im Waldbad nicht mehr geben. Die Stadtwerke haben reagiert und einen Besucherzähler auf ihrer Homepage veröffentlicht.
  • Raphaela Lohmann
    vonRaphaela Lohmann
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Acht freie Plätze, aber 20 Personen warten schon: Wer ins Waldbad gehen will, kann Wartezeiten an der Kasse aus dem Weg gehen. Denn nach den ersten – coronabedingten – Warteschlangen haben die Stadtwerke nun einen Besucherzähler auf ihrer Homepage veröffentlicht. Die Hygieneregeln im Waldbad befinden sich in einem dauerhaften Prozess.

Waldkraiburg – Mit den ersten richtig heißen Sommertagen waren auch sie da: die Warteschlange an der Kasse zum Waldbad. Zwar verlassen immer wieder Gäste das Freibad, sodass es einen permanenten Strom gebe. Dennoch wollen die Stadtwerke Warteschlangen aber möglichst vermeiden, damit die Besucher leichter die Abstandsregeln einhalten.

Freie Kapazitäten oder Wartezeiten

Über die integrierte Besucherzählung auf der Homepage ist es für die Besucher bereits daheim einsehbar, ob es im Waldbad noch freie Kapazitäten gibt oder ob mit Wartezeiten zu rechnen ist. Sobald die maximale Besucherzahl erreicht ist, gibt es die Zusatzinfo, wie viele Leute an der Kasse anstehen. Und es funktioniert auch in die andere Richtung: Bei der aufziehenden Regenfront am Dienstag ließ sich anhand des Besucherzählers gut nachvollziehen, wie sich nach und nach das Waldbad geleert hat. „Wir sind in einem permanenten Prozess und arbeiten nach, wo es Schwierigkeiten gibt“, sagt Robert Kratzenberg, Bereichsleiter Sportanlagen bei den Stadtwerken. Die Warteschlange an der Kasse gehört dazu.

+++ Hier finden Sie den Zähler für die freien Plätze im Waldbad. +++

800 Leute dürfen sich maximal auf dem Gelände des Waldbads befinden. „Die Zahl wurde daran ausgerichtet, dass die Gäste innerhalb des Waldbades einen möglichst normalen Badetag erleben können“, sagt Kratzenberg.

Die Zahl der Gäste in den einzelnen Becken ist ein weiteres Mal reglementiert. 410 Badegäste können sich gleichzeitig abkühlen – auf alle vier Becken unterschiedlich verteilt. Die meisten Badenden suchen das Nichtschwimmerbecken auf, das stets gut ausgelastet sei. Viel Freiraum für die Schwimmer gebe es hingegen meist im Sportbecken, wo bis zu 140 Personen ihre Bahnen ziehen können. Das Babybecken ist in dieser Saison geschlossen.

Mit mehr Besuchern gerechnet

Die Corona-Pandemie gibt zwar die maximalen Besucherzahlen vor, dennoch hätte sich Robert Kratzenberg mehr erhofft.. „Wir hätten mit mehr Besuchern gerechnet.“ Viele Menschen seien zwar nicht verreist, aber nur wenige würden tatsächlich ins Waldbad kommen. Doch laut Kratzenberg kann dies aber auch an etwas ganz anderem liegen.

„Wir haben festgestellt, dass sich weniger Leute auf der Liegewiese befinden. Stattdessen sind sie aktiver im Wasser. Die Gäste gestalten ihren Besuch im Waldbad kompakter“, sagt Kratzenberg. Die Leute würden dann auch weniger lang im Waldbad bleiben.

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Der Betrieb des Waldbads während Corona-Zeiten passt sich immer wieder neuen Gegebenheiten an. Seit dieser Woche werden im Waldbad die Personendaten der Besucher erfasst. Dabei reiche es aus, wenn nur einer aus einer Gruppe oder Familie seine Daten angibt und die Anzahl seiner Begleitpersonen. Seit Kurzem sind auch wieder die Duschen, Umkleiden und Schränke geöffnet.

Eishalle und Schulschwimmhallen nehmen im September ihren Betrieb auf

Noch bis zum 6. September, der letzte Sonntag in den Schulferien, hat das Waldbad geöffnet. Dann beginnen auch schon die Vorbereitungen für den Betrieb der Schulschwimmhalle und der Eishalle. Sofern sich an der coronabedingten Situation nichts ändert, soll die Schulschwimmhalle ab 28. September in Betrieb gehen. Die Eishalle startet knapp zwei Wochen früher, nämlich am 15. September. Dann soll das erste Training auf Eis stattfinden. Für beide Sportstätten müssen auch die jeweiligen Hygienekonzepte entwickelt werden.

Bislang sind die noch nicht endgültig fixiert. „Konzepte müssen regelmäßig angepasst werden. Deshalb wollen wir Konzepte entwickeln, die so nah dran sind wie möglich an der dann aktuellen Situation“, erklärt Robert Kratzenberg, Bereichsleiter Sportanlagen bei den Stadtwerken.

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