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SCHÜLER DER GRUNDSCHULE GARS AUF DEM „ERLEBNISBAUERNHOF“ DER FAMILIE ORTNER

Muh statt Mathe!

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Einen erlebnisreichen Vormittag durften 23 Schüler einer 2. Grundschulklasse auf einem Bauernhof verbringen und Tiere hautnah erleben. Aus erster Hand und mit allen Sinnen konnten sie etwas über die Herkunft unserer Grundnahrungsmittel Milch, Butter, Käse und Brot erfahren.

Gars– Statt ihnen Rechnen und Lesen beizubringen, nahm Lehrerin Ulrike Gäßler ihre Schülerinnen und Schüler aus der Garser Grundschule, unter ihnen auch Mädchen aus Rumänien und Afghanistan, diesmal gleich am Morgen mit auf eine Wanderung am Inn entlang zum „Erlebnisbauernhof“ Ortner in Stadel.

Ausbildung zur „Erlebnisbäuerin“

Gefolgt war sie einer Einladung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Töging, das damit ein Projekt des Ministeriums verwirklicht. Seit Juni finden die Projektwochen „Schule geht auf den Bauernhof“ im ganzen Landkreis in ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieben statt. Auch der Hof von Hans und Manuela Ortner in Stadel wurde für das Projekt ausgewählt und Manuela Ortner hat dazu eigens die Ausbildung zur „Erlebnisbäuerin“ absolviert.

Zunächst vorsichtig und etwas schüchtern, versammelten sich die Kinder auf einer Wiese hinter dem Bauernhaus unter einem Zeltdach und wurden über das Programm informiert. Gemeinsam begrüßte das Ehepaar Ortner die Kinder und ihre Lehrerin. Zwei Gruppen wurden gebildet, die erste erkundete zunächst den modernen Kuhstall und die Kälberaufzucht, die zweite holte sich zuerst Basiswissen anhand eines Lernzirkels, danach wurde gewechselt. Die Lernprogramme „Rund um die Milch“, „Vom Korn zum Brot“ und „Leben mit und von der Natur“ wurden anschaulich auf Stelltafeln dargeboten, auch Aufgaben waren dabei zu lösen. Sinnlich erfahrbar wurde das Lernen aber auch durch Gegenstände und Produktproben von einer künstlichen Melkvorrichtung und bis hin zu einer Getreidemühle, die die Schüler eifrig ausprobierten. Durch den Lernzirkel geführt wurden die Kinder von den vom Landwirtschaftsamt Töging beauftragten Referendaren Natalie Walter und Patrick Maier.

Besonderen Spaß hatten die Schülerinnen und Schüler an den 14 Tagen bis mehrere Monate alten Kälbern, die nebenan zu bestaunen waren. Hans Ortner erklärte alles über Geburt, Aufzucht und Fütterung und beantwortete alle Fragen der Schüler. Im großen Kuhstall wurden dann die Kühe an der Tränke, beim Fressen und beim Melken beobachtet und manche ließen sich sogar ein bisschen streicheln. Ein weiterer Höhepunkt für technikinteressierte Kinder war der Melkroboter in Funktion, geduldig und genau erklärte Hans Ortner viele Details.

Dann war die Zeit gekommen, sich am großen Tisch im Zelt zusammenzufinden und sich mit den Köstlichkeiten zu stärken, an deren Entstehung man Anteil genommen hatte: Brot, Milch und Käse ließen sich die Kinder schmecken, die Butter dazu fertigte man selbst. Freilich kamen nur von der Haager Molkerei gesponserte Produkte zum Verzehr und nicht die noch kuhwarme Milch – ein Zugeständnis an die Hygieneauflagen. Als die Kinder gegen Mittag in den Schulbus einstiegen, waren alle zufrieden und um so manche Lernerfahrung reicher.

Manuela Ortner, geprüfte „Erlebnisbäuerin“: „Immer wieder gefällt mir, mit welcher Freude die Kinder alles aufnehmen und dass sie sehen, woher unsere Lebensmittel kommen. Sie haben keine Berührungsängste gegenüber den Tieren. Früher war es ja eher normal, aber heute haben einige ja noch nie eine Kuh berührt. Sie haben einen Heidenspaß, wenn eine Kuh mal die Hand abschleckt.“

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