Stadt Waldkraiburg winkt ab: Warum es mit dem „Volksfest light“ nix wird

Es bleibt dabei: Freunde des Waldkraiburger Volksfestes müssen sich bis zum nächsten Jahr gedulden. Auch ein „Volksfest light“ ist nicht machbar.
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Es bleibt dabei: Freunde des Waldkraiburger Volksfestes müssen sich bis zum nächsten Jahr gedulden. Auch ein „Volksfest light“ ist nicht machbar.

Nix wird’s mit dem „Volksfest light“ in Waldkraiburg. Die Entscheidung ist gefallen. An den Schaustellen hätte es nicht gelegen.

Waldkraiburg – Das teilte Bürgermeister Robert Pötzsch auf Anfrage unserer Zeitung nach einer Runde mit den fünf Sprechern der Stadtratsfraktionen mit.

Schausteller wären gekommen

Die Stadtverwaltung hatte sich intensiv mit der Frage nach einer Corona-kompatiblen Alternative zur Waldkraiburger Wiesn befasst, die CSU-Fraktion sogar einen formellen Antrag gestellt, alle Möglichkeiten vom „Volksfest to go“ bis zur Drive-In-Wiesn zu prüfen. An den Schaustellern wäre es nicht gelegen. Die wären schon gekommen, sagt der Bürgermeister.

Auch Mini-Wiesn nicht oder nur unter enormen Auflagen genehmigungsfähig

Doch ein Volksfest passt nicht in die Landschaft. Pötzsch verweist darauf, dass Bund und Länder das Verbot von Großveranstaltungen erst in dieser Woche bekräftigt und bis Oktober ausgeweitet haben.

Auch eine kleinere Wiesn-Variante mit Bierzelt, Buden, Karussells und weiteren Familienbelustigungen auf dem Volksfestplatz sei „nicht genehmigungsfähig“, dürfe nicht den typischen Volksfestcharakter haben, beziehungsweise sei mit enormen Auflagen verbunden. Dazu gehöre zum Beispiel, dass der Festplatz eingezäunt werden müsse. Pötzsch: Ein solches Fest sei „ein Ding der Unmöglichkeit“.

Von Überlegungen, nur ein Bierzelt aufzustellen oder einen kleinen Biergarten zu machen, halten Bürgermeister und Fraktionssprecher nicht viel. „Das würde nur die Gastronomie weiter schwächen, die es in den letzten Monaten schwer genug hatte“, fürchtet Pötzsch. hg

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