HOTEL NICHT REALISIERBAR

Stadt Waldkraiburg will Wohnbebauung auf ehemaligem Tankstellen-Areal ermöglichen

Bisher war es Mischgebiet, jetzt soll das Areal an der Berliner Straße – bis zur Bahnlinie – als „Urbanes Gebiet“ ausgewiesen werden, zu dem neben dem ehemaligen Tankstellen-Areal auch Flächen an der Nikolsburger Straße gehören.
+
Bisher war es Mischgebiet, jetzt soll das Areal an der Berliner Straße – bis zur Bahnlinie – als „Urbanes Gebiet“ ausgewiesen werden, zu dem neben dem ehemaligen Tankstellen-Areal auch Flächen an der Nikolsburger Straße gehören.
  • Hans Grundner
    vonHans Grundner
    schließen

Ein Hotel-Projekt lässt sich nicht realisieren, mittlerweile will der Besitzer des ehemaligen Tankstellen-Grundstücks an der Berliner Straße eine Wohnbebauung mit Gewerbe im Erdgeschoss verwirklichen. Der Stadtentwicklungsausschuss hat den Entwurf für die Änderung des Bebauungsplanes mehrheitlich gebilligt und eine Änderung des Flächennutzungsplanes befürwortet.

Waldkraiburg – Die Änderung des Flächennutzungsplanes sieht vor, das bisherige Mischgebiet in ein sogenanntes „Urbanes Gebiet“ umzuwidmen.

Wie Bauamtsleiter Carsten Schwunck ausführte, weicht das Vorhaben nun um ein Geschoss vom rechtskräftigen Bebauungsplan ab, statt maximal vier-, soll die abgestufte Bebauung maximal fünfgeschossig werden. Bauform und Nutzungsart blieben im Wesentlichen beibehalten.

UWG-Stadträte wärmen alte Diskussion wieder auf

Nicht dazu gab es Einwände im Ausschuss, sondern gegen die Parkstände entlang der Ratiborer Straße und eine neue öffentliche Längsparkbucht entlang der Berliner Straße, die ebenfalls in den Entwurf eingearbeitet sind. Die hatte der Ausschuss in einer vorangegangenen Sitzung mehrheitlich beschlossen.

Doch zwei UWG-Stadträte, Umweltreferent Wolfgang Hintereder und Hans Vetter, der erst seit Kurzem dem Gremium angehört, wollen sich damit nicht abfinden. Sie sehen eine Gefährdung der Schulkinder auf dem Radweg an der Berliner Straße. Vetter kann keinen Bedarf für die Parkplätze erkennen. Hintereder fragte an, ob die Stellplätze „nicht doch auf dem Grundstück dargestellt werden können“.

Lesen Sie auch:

Garagenhof statt Wohnungsbau: Waldkraiburg akzeptiert umstrittene Zwischenlösung

Anonyme Anrufe und Drohungen: Chef der Mühldorfer Milcherzeuger tritt zurück

Dazu Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG): „Diese Diskussion haben wir schon geführt.“ Und Bauamtsleiter Schwunck: Die Radwegführung sei rechtskonform, der Bauwerber stelle dafür Flächen zur Verfügung. „Wir wollen diese vier öffentlichen Parkplätze.“ Auch Verkehrsreferent Harald Jungbauer (CSU), der lieber eine andere Lösung für den Radweg gesehen hätte, stellte sich hinter den Beschluss. Mit 11:3 Stimmen (Vetter, Hintereder und Monika Ott/Grüne) wurde der Entwurf gebilligt.

Im „Urbanen Gebiet“ Bebauung leichter möglich

Einig war sich der Ausschuss in Sachen Flächennutzungsplanänderung. Das Areal zwischen der Egerländer/Teplitzer Straße und der Bahnlinie entlang der Berliner Straße war bislang als Mischgebiet sowie Allgemeines Wohngebiet ausgewiesen. Es soll nun in ein „Urbanes Gebiet“ umgewidmet werden.

In einem „Urbanen Gebiet“ ergibt sich laut Schwunck eine bessere Vereinbarkeit von Wohnen und Gewerbenutzung. Auch eine größere Bebauungsdichte sei in einem solchen Bereich vorgesehen. Ansonsten sei das ehemalige Tankstellen-Gelände, das die Form eines Dreispitzes hat, „sehr schwierig“ zu bebauen. Am Ende könnte dies dazu führen, dass es Brachfläche bleiben müsste.

Im Umgriff des „Urbanen Gebiets“ liegen auch Grundstücke an der Nikolsburger Straße, die derzeit überplant werden. Dort sollen laut Schwunck vier Gebäude mit Wohnungen und nichtstörendem Gewerbe samt Tiefgarage entstehen. hg

Mehr zum Thema

Kommentare