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Eigenheime auf 1,5 Hektar

Stadt Waldkraiburg und Investor planen Öko-Siedlung im Inntal

24 Grundstücke für Doppelhaushälften und drei Grundstücke für Einfamilienhäuser sieht der Planentwurf für das 15000 Quadratmeter große Areal südwestlich von Niederndorf vor. PLanungsbüro Graml
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24 Grundstücke für Doppelhaushälften und drei Grundstücke für Einfamilienhäuser sieht der Planentwurf für das 15000 Quadratmeter große Areal südwestlich von Niederndorf vor. PLanungsbüro Graml
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Das gab es noch nie in Waldkraiburg. Ein Bauträger will auf einer Fläche südwestlich von Niederndorf eine Öko-Siedlung mit 27 Eigenheimen entwickeln. Auch wenn eine autofreie Siedlung nicht entstehen wird, will die Stadt einen möglichst hohen ökologischen Standard erreichen.

Waldkraiburg – „Ökologisches Familienwohnen“ – unter diesem Slogan will ein Bauträger eine gut 1,5 Hektar große Fläche südwestlich von Niederndorf entwickeln. Doppelhaushälften und Einfamilienhäuser sollen dort entstehen. Um ein Mehr an ökologischen Standards zu erreichen, will die Stadt einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan dafür aufstellen.

Große Nachfrage nach Eigenheimen

Die Nachfrage nach Bauland in Waldkraiburg ist groß, das zeigt das Interesse an Bauparzellen im Baugebiet Waldkraiburg-West. Jetzt soll auch im Inntal, im Anschluss an die bestehende Bebauung, ein weiteres Angebot an Eigenheimen entstehen.

Wie Bauamtsleiter Carsten Schwunck im Stadtentwicklungsausschuss ausführte, will ein Bauträger in einem Zug auf einer Gesamtfläche von 15 120 Quadratmetern 24 Grundstücke in der Größe zwischen 300 und 650 Quadratmetern mit Doppelhaushälften bebauen und drei Grundstücke in der Größe zwischen 690 und 885 Quadratmetern mit Einfamilienhäusern.

Die Fläche des geplanten Spielplatzes beträgt fast 300 Quadratmeter, die Verkehrsflächen nehmen fast 2700 Quadratmeter ein. Die Häuser sollen in Holzbau weise errichtet werden und einen Energiestandard auf Passivhausniveau haben.

Das Vorhaben decke sich mit den Zielsetzungen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts, so Schwunck.

Schwunck: Autofreie Siedlung würde in Waldkraiburg nicht angenommen

Eine Ökosiedlung sei das „auf den ersten Blick“ aber noch nicht, so der Bauamtsleiter, der damit etwa die Verkehrssituation und -flächen sowie die Garagen ansprach. „Eine autofreie Siedlung zu fordern, hat keinen Sinn. Das würde in Waldkraiburg nicht angenommen“, meinte Schwunck.

Häuser in Holzbauweise mit viel Grün sollen die Siedlung prägen (Perspektive Richtung Nordwesten).

Dennoch gebe es Möglichkeiten, bei der Fassadengestaltung, beim Baumaterial oder anderen Details der Gebäude den Öko-Charakter zu verstärken. Ziel der Stadt sei es, einen möglichst hohen ökologischen Standard der Bebauung zu erreichen.

Vorhabenbezogener Bebauungsplan

Das richtige Instrument für dieses Projekt sei ein vorhabenbezogener Bebauungsplan. Dabei wird der Bebauungsplan durch einen privatrechtlichen Regelungsvertrag mit dem Bauträger ergänzt, der Details zur ökologischen Bauweise, etwa zur Begrünung der Häuser vorgibt. Der Bauwerber sei dafür offen.

Lesen Sie auch: Nachverdichtung in Waldkraiburg: Im Prinzip ja, aber behutsam (Plus-Artikel ovb-online.de)

Einstimmig hat der Ausschuss beschlossen, das Bauleitplanverfahren auf der Grundlage des vorliegenden Planentwurfs einzuleiten, das ein Planungsbüro für den Bauträger erarbeitet hatte.

Umweltreferent: Wandel zum nachhaltigen Bauen

Eine Bebauung in diesem sensiblen Außenbereich habe er zunächst kritisch gesehen, sagt Umweltreferent Wolfgang Hintereder (UWG) auf Anfrage. Mittlerweile sieht er die Planungen in einem anderen Licht. „Dass es in die ökologische Richtung geht, das freut mich natürlich riesig.“ Da sei ein Wandel erkennbar, die erste Siedlung in Waldkraiburg, die ausdrücklich dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung trage. „Das ist ein gutes Zeichen.“

Ökologisches Bauen mit langlebigen, wiederverwertbaren Baumaterialien und grünen Fassaden und Dächern bekomme auch bei den Bauvorhaben droben in der Stadt eine immer größere Bedeutung, betont Hintereder.

Er äußert großen Respekt vo r dem Investor, der sich ganz bewusst auf diesen Weg mache.hg

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