WALDKRAIBURGER FERIENRÄTSEL (13)

Als die Stadt größer und bayerischer wurde

+

Waldkraiburg – Am 28. August 1976, also fast auf den Tag genau vor 40 Jahren, lud die Stadt Waldkraiburg ihre Neubürger aus der ehemaligen Gemeinde Fraham zur Eingemeindungsfeier ins Gasthaus Hinterwimmer in St. Erasmus ein.

Zum 1. Juli war die Gemeinde Fraham im Zuge der Gebietsreform aufgelöst worden. Der westliche Teil schloss sich der Gemeinde Aschau an, der östliche Teil der Stadt Waldkraiburg, die damit ein Stück ländlicher und bayerischer wurde. Dieses Ereignis ist Ausgangspunkt für die nächste Folge des Waldkraiburger Ferienrätsels.

Kaum ein Thema sorgte in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts für heftigere Diskussionen und Auseinandersetzungen als die „Kommunale Gebietsreform“, die der Freistaat damals durchsetzte. Ziel der Politik war es, größere Verwaltungseinheiten zu schaffen, die den zunehmenden Aufgaben von Kreisen, Städten und Gemeinden gewachsen waren. Die Zahl der Landkreise wurde von 143 auf 71 reduziert, die Zahl der – oftmals nur wenige Hundert Einwohner zählenden Gemeinden – von fast 7000 auf gut ein Drittel: 2 051. Von der Gebietsreform betroffen war auch die Stadt Waldkraiburg und ihre Nachbarn. Schon 1974 hatte die Gemeinde Pürten ihre Selbstständigkeit aufgegeben, 1976 ging Fraham diesen Schritt. Auch in der Landgemeinde wurde in der Bevölkerung und im Gemeinderat über den richtigen Weg debattiert und diskutiert, heftige Proteste, Aktionen des Widerstands, Klagen durch alle gerichtlichen Instanzen, wie bei so manch anderem Ort, gab es im Inntal nicht. Im Gespräch war eine Verwaltungsgemeinschaft mit Aschau und Jettenbach oder mit Kraiburg sowie der Anschluss an Aschau beziehungsweise Waldkraiburg.

Bei der Volksabstimmung im September 1975, an der sich 89 Prozent der Wahlberechtigten beteiligten, gab es ein überraschendes Ergebnis: 54 Prozent waren für die Auflösung der Gemeinde und den Anschluss. Der Westen kam zu Aschau, der Osten zu Waldkraiburg.

Und damit sind wir bei der heutigen Frage des Ferienrätsels: Drei der Ortsteile, die vor 40 Jahren zu Waldkraiburg kamen, sehen Sie auf den Bildern, einer hat mit der Eingemeindung von damals nichts zu tun. Welcher ist es? Niederndorf? Dann tragen Sie als 12. Buchstaben des Lösungssatzes ein „S“ ein. Der Föhrenwinkel? Dann hat hier ein „I“ zu stehen. Hausing? Dafür müssen Sie ein „N“ notieren. Oder ist es Au? In diesem Fall wäre „E“ der richtige Buchstabe.

Vier Buchstaben fehlen noch zur Lösung und damit zur Chance auf tolle Preise, wie etwa eine Musicalfahrt für zwei Personen (gestiftet von Touristik Hofstetter) oder eine Ballonfahrt für zwei (gestiftet von der VR – meine Raiffeisenbank Altötting-Mühldorf). re

Kommentare