Auf den Spuren des vereinten Europas

Waldkraiburg – Gemeinschaft, Freiheit, keine Grenzen, Frieden, Austausch: So antworteten Teilnehmer an der zweiten Reise im Rahmen eines Erasmus+-Projekts, das derzeit am Gymnasium Waldkraiburg läuft, auf die Frage, „Wofür steht Europa?“.

Eine Woche lang lernten fünf Schüler aus der elften Klasse zusammen mit Gruppen aus Spanien, der Slowakei und dem Gastgeberland Luxemburg viel über die EU und Luxemburg. Trotz eines dichten Programms blieb viel Zeit, Freundschaften zu schließen. „Spuren von Gestern im Heute – Europa grenzenlos neu entdecken.“ So lautet das Rahmenthema des Projekts, dessen Auftaktveranstaltung im vergangenen Oktober in Waldkraiburg stattgefunden hat (wir berichteten). Die Delegation in Luxemburg betreuten nun Anette Bremauer und Schulleiter Helmut Wittmann, Gastgeber war das Lycée technique de Bonnevoie, eine Schule mit 1800 Schülern und 180 Lehrkräften.

Insgesamt werden bis zum Ende des Projekts vier solcher Reisen stattfinden. Das nächste Ziel wird Komarno in der Slowakei sein, den Abschluss bildet eine Reise nach Valencia.

In Luxemburg standen neben Führungen und Besichtigungen auch auf die Jugendlichen zugeschnittene Arbeitsformen auf dem Programm: Über mehrere Kilometer führte ein Actionbound quer durch das historische Zentrum Luxemburgs und das moderne Europa-Viertel. Dafür mussten am Tablet Aufgaben gelöst, Fotos geschossen oder Audio-Aufnahmen eingesprochen werden. Höhepunkte der Tour waren das imposante Robert-Schumann-Denkmal, das an den Gründer der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montan-Union), dem ersten Bündnis europäischer Staaten erinnert, sowie das beeindruckende Gebäude des Europäischen Gerichtshofs.

Höhepunkt der Reise war der Besuch im Europa Museum Schengen. Auch dort waren in international zusammengesetzten Gruppen viele Aufgaben zu bearbeiten, um den Schülern die große Bedeutung der Abkommen aufzuzeigen, die dort 1985 und 1990 unterzeichnet wurden. Den Jugendlichen, die ohne Grenzkontrollen durch die 26 Schengen-Länder reisen können, wurde deutlich, dass dies nicht selbstverständlich ist und es sich lohnt, alles dafür zu tun, dies zu erhalten.

Die insgesamt 15 teilnehmenden Schüler des Gymnasiums unter der Leitung der Lehrkräfte Regina Weidl und Andreas Nicklbauer sind nicht nur auf den Reisen gefordert, sondern auch zu Hause: So haben sie für den Aufenthalt in Luxemburg eine Präsentation über die Schule und ihre Heimat erstellt und derzeit werden alle bisherigen Projektergebnisse für eine Ausstellung am Tag der offenen Tür der Schule aufbereitet.

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