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Keine Zeit verlieren beim Neubau-Projekt

Sprungturm, Parkplätze und Co: So sieht der neue Bebauungsplan für das Waldbad Waldkraiburg aus

Nach dieser Saison soll endgültig Schluss mit dem Waldbad in seiner jetzigen Form. Der Stadtrat hat nun über den Abbruch abgestimmt und damit den nächsten Schritt für den Neubau gemacht.
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Das Waldbad Waldkraiburg.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Vorige Woche hat der Stadtrat grünes Licht für den Abriss des Waldbads gegeben und noch einmal den Willen zum Neubau bekräftigt. Nun hat der Stadtentwicklungsausschuss die nächsten Weichen gestellt und den Billigungsbeschluss für den Flächennutzungsplan und Bebauungsplan in diesem Gebiet gefasst.

Waldkraiburg – Als das Waldbad 1971 eröffnet worden ist, galt es als hochmodern. Doch vom Glanz alter Tage ist nicht mehr viel übrig: Die Technik veraltet, abgeplatzte Fliesen und sanierungsbedürftige Sanitäranlagen. Die baulichen und technischen Anlagen sind – abgesehen von technisch notwendigen Reparaturen – noch auf dem Stand der Eröffnung vor 50 Jahren.

Zwei Becken sind geschlossen

In seinem letzten Bestandsjahr mussten deshalb auch Konsequenzen gezogen werden: Das Planschbecken ist wie schon in den vergangenen beiden Jahren geschlossen wegen der veralteten Wasseraufbereitung. Emotional schmerzhaft ist das abgesperrte Wellenbecken. Bereits voriges Jahr wurde es vor Saisonende gesperrt wegen zu vieler abgeplatzter Fliesen, dieses Jahr ging es wegen zu großer Wasserverluste nicht mehr in Betrieb. Der Abriss des alten Waldbads ist beschlossene Sache, auch die Pläne für das neue Waldbad gibt es schon. Müssen nur noch die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Denn spätestens mit dem Abriss der existierenden Gebäude ist laut Verwaltung das Plangebiet dem sogenannten Außenbereich zuzuordnen.

„Der Flächennutzungsplan muss angepasst werden“, erklärte Bauamtsleiter Carsten Schwunck. Denn auf dem Gelände ist auf den aktuellen Plänen ein Baggersee, aber kein Freibad vorgesehen. Statt „Grünfläche“ soll es in ein „sonstiges Sondergebiet Sportanlagen“ umgewandelt werden. Parallel dazu muss auch der Bebauungsplan geändert werden. Den hält die Stadt „möglichst simpel“. „Wir haben die Baufelder großzügig definiert, um Spielraum zu haben. Außerdem haben wir die maximale Höhe definiert, die der Sprungturm mit seinen zehn Metern vorgibt“, erklärte Schwunck dem Gremium.

Für den Neubau des Waldbads müssen planungsrechtliche Voraussetzungen geschaffen werden.

Ein wichtiges Thema beim Waldbad ist der Immissionsschutz für die benachbarten Häuser. Denn durch den Betrieb des neuen Freibads sollen natürlich die Immissionsrichtwerte eingehalten werden. Mit berücksichtigt werden müssen dabei die schalltechnischen Auswirkungen des Verkehrs.

Elemente später genauer definieren

Denn der Entwurf für das neue Waldbad sieht vor, dass zusätzliche Parkplätze westlich des Freibadgeländes entstehen. Die Versorgungsgebäude sollen zur Schallabschirmung dienen, die bestehende Lärmschutzwand entlang des Beachvolleyball-Felds soll erhalten bleiben. Auch die geplanten Photovoltaik-Anlagen sind hinsichtlich Immissionsschutz berücksichtigt.

Schwunck ging in der Sitzung davon aus, dass es zu einer zweiten Auslegung kommen könnte. „Dann können andere Elemente auch näher definiert werden“, erklärte er. Er verwies auch auf die umfangreiche Begründung, um gegenüber „möglichen Rechtsgebahren“ sehr sicher aufgestellt zu sein. Im Hinblick auf Flächennutzungs- und Bebauungsplanänderung ist die Stadt zwar im Zeitplan, viel Zeit verlieren darf man beim Neubau-Projekt aber nicht. „Nicht dass es wegen Formfehlern weitere Verzögerungen gibt“, erklärte Schwunck auf Nachfrage.

Diskussionsbedarf sah im Stadtentwicklungsausschuss keiner. Die Mitglieder stimmten daher geschlossen für den Billigungsbeschluss für den Flächennutzungs- und Bebauungsplan. Nächster Schritt für die Verwaltung ist es nun, die frühzeitige Bürgerbeteiligung und Behördenanhörung durchzuführen. „Dann schauen wir, welche Einwendungen es geben wird.“ Eine zweite Auslegung sei jedenfalls im Zeitplan berücksichtigt.

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