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Ein Spiel mit den Klischees

Gars - Die Oberstufe des Gymnasiums Gars begeistert mit schwarzer Komödie "Kleine Morde unter Freunden".

Zunächst sieht alles lustig und harmlos aus beim Q12-Theater am Gymnasium Gars: Als wollten die angehenden Abiturienten sich schon ein wenig in die Zukunft hineinträumen ist die Szene in einer Studenten-WG, die einen neuen Mitbewohner sucht.

Dabei kann natürlich herrlich witzig mit Klischees gespielt werden: Dana Koutný gibt das ätherische Hippie-Mädchen Luna, Matthias Ogiermann den steifen Mathematiker Sinus Grees, Leonie Gunne lächelt als Jessica fast wie Heidi Klum und Laura Hüfner verwandelt sich überzeugend in den schlecht gelaunten Proleten Justin.

Überraschend ist es der stille Felix (Simon Siegel), der die vier beim "Casting" überzeugt. Doch sehr schnell wird es dem Neuen unheimlich. Wunderbar schafft es die Inszenierung, Unbehagen und wachsende Beklemmung zu zeigen, ohne dabei den Spaß zu kurz kommen zu lassen. Denn die (mutmaßlichen) Kleinkriminellen Ayse (Azize Kuzu), Dimitrij (Anna Lepskaya) und Farhad (Philip Burg) sind vor allem großartige Knallchargen, die immer wieder die Szenerie aufmischen. Und herrlich absurd ist es, dass die illegalen Geschäfte der WG mit Fahrradteilen gemacht werden und dabei ein ranziger alter Sattel behandelt und bezahlt wird wie eine heiß begehrte illegale Droge. Doch immer mehr wird spürbar, dass etwas nicht stimmt, vor allem in den Rückblenden mit der ehemaligen Mitbewohnerin Lisa (Marie Mähnert), die irgendwann nicht mehr mitmachen will, aussteigt und dann spurlos verschwindet. Als dem Neuen klar wird, dass die anderen Lisa beseitigt haben, ist auch sein Ende gekommen und die Wohngemeinschaft startet die nächste Runde von "Wer wird unser WG-Mitglied?"...

Schwarzer Humor, gekonntes Spiel mit Klischees und intensives Agieren auf der Bühne kennzeichnen die Aufführung. Die Story und die Dialoge haben die Schüler gemeinsam erarbeitet und Regisseurin Theresa Eckhardt sorgte geschickt dafür, dass diese Ideen auf der Bühne umgesetzt werden. Durch die Unterstützung der Nebendarsteller (Christiane Guder, Veronika Igl, Christiane Reiter), der Technik (Corianna Paul, Konrad Feicht) und der Maske (Julia Größlhuber, Julia Scheeser) entstand in abwechslungsreichen Szenen ein schönes Gesamtkunstwerk und das Publikum applaudierte beeindruckt. re

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