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28 Bewohner evakuiert - Kripo ermittelt

„Sonst hätten sie wohl keine Chance gehabt“: Wie ein Feuerwehrmann den Brand in Waldkraiburg beschreibt

Aus den Fensterndrang Rauch, die Aktiven öffneten die Fassaden, um einen möglichen weiteren Brand rechtzeitig zu entdecken.
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Aus den Fenstern drang Rauch, die Aktiven öffneten die Fassaden, um einen möglichen weiteren Brand rechtzeitig zu entdecken.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Großeinsatz für die Feuerwehr: In einem Mehrfamilienhaus war eine Wohnung im dritten Stock in der Nacht auf Dienstag (31. Mai) in Brand geraten, zahlreiche Bewohner mussten mitten in der Nacht aus ihren Wohnungen evakuiert werden. Nach dem Brand hat nun die Kripo Mühldorf die Ermittlungen übernommen.

Waldkraiburg – Dicker, schwarzer Rauch dringt aus den Fenstern im Obergeschoss, als die Feuerwehr gegen Mitternacht in der Schichtstraße ankommt. Durch die große Hitze sind die Fensterscheiben in der Wohnung bereits zersprungen. Kein alltäglicher Einsatz für die Feuerwehr, denn in dem Mehrfamilienhaus sind nach Aussagen der Polizei 42 Personen gemeldet. Wie viele sich tatsächlich zum Zeitpunkt des Brandes dort aufhielten, war zunächst aber unbekannt. Die Alarmierung wurde hinaufgestuft, weitere Einsatzkräfte alarmiert. Neben der Waldkraiburger und den Ortsfeuerwehren aus Ebing, St. Erasmus und Pürten war auch die Kraiburger Wehr im Einsatz. Insgesamt waren es rund 100 Einsatzkräfte.

Im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses in der Schichtstraße war in der Nacht auf Dienstag (31. Mai) ein Feuer ausgebrochen. Rund 100 Einsatzkräfte waren an den Löscharbeiten von innen und außen beteiligt.

28 Personen herausgeholt

Ein Nachbar hatte den Brand in der Schichtstraße gemeldet. Als die Feuerwehr vor Ort eintrifft, hatte das Feuer in der Wohnung bereits komplett um sich gegriffen. Die Hitze war so enorm, dass die Fensterscheiben bereits zersprungen waren. „Es war zunächst unklar, ob sich die Bewohner noch in der Wohnung aufhalten. Zum Glück war das nicht der Fall, denn sonst hätten sie wohl keine Chance gehabt“, sagt Waldkraiburgs Kommandant Bernhard Vietze.

Während die Aktiven mit der Brandbekämpfung begannen, wurden parallel dazu die Bewohner des Hauses aus ihren Wohnungen evakuiert. Insgesamt 28 Personen, darunter auch Kinder, mussten ihre Wohnung vorübergehend verlassen. Durch die gute Zusammenarbeit von Polizei, Rotem Kreuz und der Feuerwehr verlief die Evakuierung ohne Probleme.

„Wir hatten den Brand schnell unter Kontrolle“, sagt Vietze. Weil aber die Gebäudefassade durch die Rauchgase schwarz verrußt war, konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden, dass sich der Brand unter der Gebäudeisolierung weiter ausgebreitet hatte. „Es gab zwar eine deutliche Hitzeinwirkung, aber keinen weiteren Brand“, erklärt Vietze. Insgesamt war die Feuerwehr vier Stunden im Einsatz.

Bei dem Brand erlitt keiner der Bewohner Verletzungen. Bei den Löscharbeiten zogen sich zwei Feuerwehrler leichte Verletzungen zu. Nach den erfolgreichen Löscharbeiten konnten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. „Wir konnten das Gebäude auf Schadstoffe überprüfen und die Wohnungen auch wieder freigeben“, erklärt Vietze. Die betroffene Wohnung im dritten Obergeschoss ist jedoch nicht mehr bewohnbar. Der entstandene Sach- beziehungsweise Gebäudeschaden wird sich ersten Schätzungen zu Folge im niedrigen sechsstelligen Euro-Bereich bewegen, wie die Polizei mitteilt.

Von einem „perfekt abgelaufenen Einsatz“ spricht am Tag nach dem Brand auch Kreisbrandrat Harald Lechertshuber. „Die Einsatzkräfte haben wirklich schnell und gut gearbeitet.“

Schnell und gut gearbeitet

Noch in der Nacht haben Beamte der Polizeiinspektion Waldkraiburg und wenig später des Kriminaldauerdienstes der Kripo Traunstein die ersten Ermittlungen am Brandort übernommen.

Das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizeistation Mühldorf führt die weiteren Ermittlungen. „Bislang ist unklar, was genau zum Brand geführt hat“, erklärt Alexander Huber, Pressesprecher vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

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