Sicher über die Kraiburger Straße: Zwei Waldkraiburger sammeln Unterschriften

Werner Schmid-Neuhaus und Sabrina Oehl sammeln Unterschriften für einen sicheren Übergang an der Kraiburger Straße. Lohmann

Mehr Sicherheit für Fußgänger wünschen sich Werner Schmidt-Neuhaus und Sabrina Oehl. Für beide ist die Situation am Übergang an der Kraiburger Straße zur Tankstelle unbefriedigend. Ein Zebrastreifen könnte Fußgängern mehr Sicherheit bieten. Deshalb sammeln sie nun auch Unterschriften.

Von Raphaela Lohmann

Waldkraiburg – „Viele Fußgänger nutzen den Übergang und nehmen die Abkürzung zu den Märkten an der Bahnhofstraße“, erklärt Werner Schmid-Neuhaus. Das Problem: Für Autofahrer sei nicht wirklich ersichtlich, dass an dieser Stelle Fußgänger die Straße kreuzen könnten. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit seien die Fußgänger nur schwer zu erkennen.

Unterschriftenliste liegt noch aus

Auch Sabrina Oehl gefällt die Situation an der Kraiburger Straße nicht. Sie arbeitet an der Tankstelle und ihre Kinder queren die Kraiburger Straße auf dem Weg von der Schule zu ihr. „Ich habe da keine ruhige Minute, wenn die Kinder die Straßenseite wechseln wollen.“ Manche Autofahrer würden oft noch Gas geben, um die Grünphase an der Pürtener Kreuzung zu erwischen.

Die beiden sind sich einig: Es braucht einen sicheren Übergang für Fußgänger. Eine Ampel hält Schmid-Neuhaus nicht für sinnvoll. Stattdessen schwebt ihm ein Zebrastreifen vor, an dem Fußgänger Vorrang haben, der Verkehr aber nur minimal ausgebremst werden würde. Entsprechende Warnschilder seien für ihn das Minimum.

Die Unterschriftenliste liegt bislang nur an der Tankstelle an der Kraiburger Straße aus. Rund 150 Leute hätten schon unterschrieben. Auch die Stadt hat er bereits auf die gefährliche Situation aufmerksam gemacht, mit der Bitte, dort einen Zebrastreifen zu installieren. Doch die Chancen stehen schlecht.

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Ganz so einfach ist die Situation an der Kraiburger Straße nicht. Die Kraiburger Straße ist eine Staatsstraße, Straßenbaulastträger damit das Staatliche Bauamt Rosenheim. Für einen Zebrastreifen müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Solche werden nur dann angelegt, wenn es erforderlich ist, dem Fußgänger Vorrang zu geben, weil er sonst nicht sicher über die Straße kommt, heißt es in einem Antwortschreiben der Stadt.

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Dazu müsse es die Verkehrsstärke zulassen und das Fußgängeraufkommen müsse es nötig machen. Gerhard Oswald vom Bauamt erklärt, dass etwa 100 Fußgänger pro Stunde die Straße queren müssten, was aber an der Kraiburger Straße nicht zutrifft. Außerdem brauche es auf beiden Seiten einen Fußweg, den es aber nur an einer Seite der Kraiburger Straße gibt.

Bereits vor knapp zwei Jahren hat sich die Stadt bei einer Verkehrsschau mit der Polizei mit der Situation an der Kraiburger Straße auseinander gesetzt und die Bitte nach einer Querungshilfe an das Staatliche Bauamt Rosenheim weitergeleitet.

Straße verbreitern für Mittelinsel

Die Stadt hat ihrerseits schon vor längerer Zeit reagiert und hält die Sichtfelder frei. „Wir haben eine entsprechende Vereinbarung mit den Anwohnern und die Stadt kümmert sich darum“, klärt Oswald auf.

Bei einer baulichen Veränderung für eine Überquerungshilfe gebe es viel zu bedenken. Für eine Mittelinsel müsse die Straße um 2,50 Meter verbreitert werden auf Grund, der der Stadt nicht gehört. Außerdem steht der Ausbau mit Höhenfreimachung der Pürtener Kreuzung an, im Zuge dessen ein Übergang an der Richard-Strauß-Straße entstehen soll. Etwa 200 Meter weiter östlich.

Werner Schmid-Neuhaus lässt sich nicht entmutigen: Er und Sabrina Oehl sammeln vorerst weiter Unterschriften, um die Situation für Fußgänger an der Kraiburger Straße zu verbessern.

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