Senioren unterhalten mit eigenem Stück

„Kaffeetisch – Was das Leben spielt“. Volker Rohra (von links), Elisabeth Weisgärber, Ingrid Schmidt, Susanne Böhm, Mike Sobotka, Waldemar Hermann. Fischer

Waldkraiburg – Ein ganz normaler Tag am Kaffeetisch.

„Wir sind froh, dass sich mit dem „Bunten Brettl“ bei uns ein Programm für Jung und Alt zu etablieren beginnt“, so Hubert Forster in seiner Begrüßung. Es ist ein mutiger Schritt, den das Adalbert-Stifter Seniorenwohnen mit seiner Kleinkunst-Bühne geht und damit dem Vorurteil vom „Vor-sich-hin-dämmern“ im Altersheim entgegenwirkt. Denn aus der Gruppe von acht Senioren, die seit dem Vorjahr zusammen ein Stück entwickelten und probten, wagten es bei der ersten Aufführung von „Kaffeetisch – Was das Leben spielt“, vier auf die Bühne.

Unter der Leitung von Mike Sobotka, der Schauspiel- und Theatererfahrung mitbringt, präsentierte die Gruppe Texte, Geschichten und Lieder aus dem eigenen Erfahrungsbereich.

Einziger externer Akteur war Volker Rohra, der als Herr Doktor mit großer Offenheit aus seinem Arzt-Leben erzählt, humorvoll die Senioren mit seinen frei vorgetragenen Gedichten beeindruckt und mit Ratschlägen betreut: „Wer fröhlich ist an allen Tagen, der kriegt auch kein Geschwür im Magen.“

Ihm hört Elisabeth Weisgärber aufmerksam zu, gibt ihrerseits dem Publikum Rätsel auf, stimmt das Lied vom Schwabenmädchen an und alle singen mit. Dies geschieht ebenso, als Waldemar Hermann auf der Mundharmonika sämtliche bekannte Vogellieder intoniert.

Ingrid Schmidt als verbindendes Element bei den Frauen fordert auf: „Vertreibt gemeinsam eure Sorgen, heut ist heut und morgen morgen!“ Zur Melodie der „Nordseewellen“ stimmte der gesamte Saal begeistert zu dem Refrain: „Das ist unser Waldkraiburg, da sind wir zu Haus“ ein.

Weitere Aufführungstermine: Donnerstag, 5. März, um 19 Uhr und Sonntag, 8. März, um 14.30 Uhr. fis

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