Post will Zustellzentrum in Waldkraiburg und die Stadt ist nicht abgeneigt

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Die Post möchte ein Zustellzentrum in Waldkraiburg bauen - und die Stadt ist dem Standort nicht abgeneigt.

Seit fünf Jahren ist die Post auf der Suche nach einem Standort für einen neuen Zustellstützpunkt in Waldkraiburg. „Gefühlt sechs bis sieben Anläufe“ habe man gemacht, so Pressesprecher Erwin Nier. „Alle haben sich zerschlagen.“ Jetzt gibt es eine neue Option.

Waldkraiburg – Die Anfrage lag dem Stadtentwicklungsausschuss vor. Sie betrifft das Grundstück südlich des Aldi-Marktes entlang der Staatsstraße 2091. Dort soll der Zustellstützpunkt entstehen. Die Post habe größtes Interesse an diesem Standort nahe der Autobahn, sagt Nier.

Stadt tut sich schwer, andere Nutzung zu finden

Und die Stadt, die sich gegen das Vorhaben auf einem Grundstück an der Bayernbrücke noch gesperrt hatte, kann sich diese Nutzung an dieser Stelle vorstellen. Aus Sicht von Bauamtsleiter Carsten Schwunck ist das rund 4000 Quadratmeter große Grundstück der wohl am besten geeignete Standort im Stadtgebiet. Auch deshalb, weil sich die Stadt schwer tue, andere Nutzungsformen zu finden.

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Für das Areal war ein Baumarkt vorgesehen

Ein Baumarkt war im Gespräch, hat sich aber nicht verwirklichen lassen. Ein Vollsortimenter wurde im Vorjahr vom Ausschuss zunächst befürwortet und dann doch abgelehnt. „Dem Investor“, so Schwunck, „gehen langsam die Ideen aus“.

Direkt an der Staatsstraße 2091 liegt das Gewerbegrundstück südlich der Discountmärkte am alten Bahnhof, auf dem die Post ihren neuen Zustellstützpunkt errichten will. Weil eine Erschließung von der Staatsstraße her nicht in Frage kommt, soll eine Zufahrt von der Kraiburger Straße gebaut werden. Post/Stadt

So wie der Bauamtsleiter befürworten alle Ausschussmitglieder das Vorhaben. Einstimmig sprachen sie sich für eine Überplanung des Grundstücks aus, mit dem Ziel das Zustellzentrum dort zu bauen. Planungsgrundlage ist eine Machbarkeitsstudie vom Februar dieses Jahres.

Erschließung geht nicht über Staatsstraße

Eins ist klar: Eine verkehrliche Erschließung des Zustellstützpunktes von der Staatsstraße her kommt nicht in Frage. Das vertrage sich nicht mit dem Ausbau der Staatsstraße, so Schwunck. Die Erschließung muss also von Westen, von der Kraiburger Straße her erfolgen.

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Vom Stützpunkt Waldkraiburg aus werden neben der Stadt die Nachbargemeinden Heldenstein, Rattenkirchen, Aschau, Jettenbach, Kraiburg, Taufkirchen und Oberneukirchen versorgt. Derzeit laufen die Sortierung, Kommissionierung und Auslieferung von Brief- und Paketsendungen noch über den Stützpunkt in der Berliner Straße, den das Unternehmen aber seit Jahren aufgeben will. Gut 40 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.

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