Seit 70 Jahren sind die Salesianer Don Bosco in Waldwinkel

Direktor Pater Heinz Menz (links) und Provinzial Pater Reinhard Gesing (rechts)

Im Jahr 1950 wurde das Berufsbildungswerk in Waldwinkel gegründet. Beim Don-Bosco-Fest am Wochenende wurde dieses Jubiläum gefeiert. Bereits am Freitag startete man mit einem Gottesdienst mit Dekan Pater Ulrich Bednara.

Aschau/Waldwinkel – Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es für die Jugendlichen, Mitarbeiter und Ehrengäste zu einem Festprogramm. Gesamtleiter Peter Konietzko gab einen Ausblick auf die Zukunft des Waldwinkler Berufsbildungswerkes und der Weiterbildung. Christan Roppert von der Arbeitsagentur, Jugendamtsleiterin Elfride Geisberger, Aschau Bürgermeister Alois Salzeder, von den Berufsschulen Max Heimerl und Wolfgang Gaigl sowie Schulrat Hans Wax bestätigten die gute Zusammenarbeit in all den Jahren. Am Sonntag waren die Aschauer Bürger zum Don-Bosco-Fest eingeladen. Der Tag begann mit einem Festgottesdienst, zelebriert von Provinzial Pater Reinhard Gesing und begleitet von Pater Heinz Menz, Pater Bernhard Stiegler, Pater Hans Schoch, Pater Max Sturm und Pater Sebastian Raß. Der Gottesdienst stand unter dem Jahresleitgedanken Don Boscos „dein Wille geschehe – gute Christen und verantwortungsvolle Staatsbürger“ und wurde musikalisch vom Aschauer Stimmkreis unter der Leitung von Kathi Stimmer-Salzeder begleitet.

Berufsbildungswerk hat sich stetig entwickelt

Im Anschluss blickte Direktor Pater Heinz Menz im Don-Bosco-Saal, wo die Aschauer Jugendblaskapelle das Festprogramm musikalisch begleitete, auf die Anfänge in Waldwinkel 1950 zurück. Damals startete man mit 180 Jugendlichen. Pater Menz wies auf die Chronik des Berufsbildungswerkes hin, die fast fertig ist und beim Maria-Hilf-Fest am 24. Mai erscheinen wird.

Bei einer Bilderrückschau auf 70 Jahre Don-Bosco Waldwinkel von Hans Borchert konnte man die verschiedenen Stationen sehen, die zur Entwicklung des Berufsbildungswerks beigetragen haben. Mit der Einweihung am 22. November 1950 eröffnete das Berufsbildungswerk erstmals seine Pforten, damaliger Direktor von 1952 bis 1958 war Pater Max Maier, Verwaltungsleiter war Pater Max Koch. 1953 wurde dann die neu gebaute Kirche eingeweiht.

Schon damals wurden zahlreiche Berufe angeboten, die sich über die Jahre vermehrten. Ausgebildet wurden unter anderem Schneider, Dreher und Maschinenschlosser, Schreiner, Gärtner, Maurer, Technische Zeichner, Köche und Hotelfachkräfte. Zudem gab es zahlreiche Sportangebote wie Fußball, Basketball, Kegeln, Schwimmen sowie einen Fest- und Speisesaal. 1970 wurden die Wohnhäuser aufgestockt, um mehr Kapazität zu haben, sowie eine Schule gebaut. Um 1980 kam Pater Schoch nach Waldwinkel und wurde langjähriger Direktor des Berufsbildungswerkes. 1981 kam ein Anbau an der Kirche sowie ein Neubau einer Gärtnerei. Auch gab es von da an eine physiotherapeutische Abteilung sowie mit Dr. Manfred Pleier einen ärztlichen Dienst. 1989 wurde der Sportplatz errichtet und kurz darauf begann der Bau eines neuen Internats.

„Waldwinkel untrennbar mit Aschau verbunden“

Das Don-Bosco Werk in Mettenheim wurde 1998 als Ergänzung zu Waldwinkel eröffnet. Anfang der 2000er wurde der Don-Bosco-Saal gebaut, daraufhin das Steinbachhaus sowie das Hotel Don Bosco. 2011 folgte der Bau des Don-Bosco-Supermarktes im Ortskern von Aschau. Seit einigen Jahren haben die Salesianer die Pfarreien Aschau und Waldkraiburg übernommen.

Aschaus Zweiter Bürgermeister Manfred Römer meinte: „Waldwinkel ist untrennbar mit der Gemeinde Aschau verbunden“. Ihn freue besonders die gute Zusammenarbeit über die vielen Jahre hinweg. Provinzial Pater Reinhard Gesing sprach im Rückblick auf die 70-jährige Geschichte besonders die vielen Veränderungen und neuen Herausforderungen an. Nach einem gemeinsamen Mittagessen klang das Jubiläumsfest bei Kaffee und Kuchen aus.

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