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STADTWERKE GMBH

Seit dem Jahr 2012 in der Verlustzone

Die Fernwärmeleitung wird heuer – wie hier in der Erzgebirgsstraße – in erheblichem Umfang ausgebaut und neue Bereiche wie etwa die künftige Bebauung auf dem Konen-Gelände an die Geothermie angebunden. hg
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Die Fernwärmeleitung wird heuer – wie hier in der Erzgebirgsstraße – in erheblichem Umfang ausgebaut und neue Bereiche wie etwa die künftige Bebauung auf dem Konen-Gelände an die Geothermie angebunden. hg

Waldkraiburg – Die Stadtwerke GmbH schreibt seit 2012 Verluste.

Im Jahr 2016 hat sich daran nichts geändert, wie Geschäftsführer Herbert Lechner in den Bürgerversammlungen deutlich machte. Das Jahresergebnis der GmbH wies ein Minus von 400 000 Euro aus (aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor).

Aus verschiedenen Gründen ist die städtische Gesellschaft nicht mehr in der Lage, die hohen Defizite in den Sportanlagen auszugleichen. Auf rund 880 000 Euro summierte sich 2016 das Minus allein im Waldbad, auf fast 700 000 in der Eissporthalle, und fast 200 000 Euro beträgt es im Jahnstadion. In der Schulschwimmhalle beläuft sich das Defizit (inklusive städtischen Anteil) auf gut 130 000 Euro.

Folgerichtig appellierte Lechner an die Bürger, den Stadtwerken als Energieversorger treu zu bleiben, denn damit unterstützen sie auch ihre Stadt und verbessern die Lebensbedingungen vor Ort. Zuletzt habe es erneut einen Insolvenzfall eines Stromanbieters gegeben, von dem auch Waldkraiburger Kunden betroffen waren, so der Geschäftsführer.

Gut 72 000 Besucher wurden in der vergangenen Saison im Waldbad gezählt. Die neue Badesaison beginnt am 19. Mai. Lechner: „Aus heutiger Sicht können wir das Bad in Betrieb nehmen.“ Allerdings seien aufgrund des strengen Winters viele Fliesen beschädigt. Große Probleme gebe es mit den Wasserverlusten in einigen Becken.

In der Schulschwimmhalle haben 2017 über 800 Erwachsene und mehr als 450 Kinder am öffentlichen Samstagsschwimmen (30-mal geöffnet) teilgenommen, die Zahl von 80 bis 100 Besucher pro Öffnungstag, die es braucht, um die Kosten einigermaßen im Griff zu haben, wurden damit aber noch nicht erreicht.

Seit 2015 laufen im Keller der Eissporthalle die Sanierungsarbeiten aus brandschutztechnischen Gründen. Jetzt ist laut Lechner ein Ende in Sicht: Die Kegler sind bereits wieder eingezogen. „Auch die Schützen können bald wieder einziehen.“

Im städtischen Eigenbetrieb Abwasser ist ein positives Ergebnis von über 640 000 Euro zu verzeichnen, eine Verrechnung mit den Verlusten bei den Sportanlagen ist aber nicht erlaubt, stellte Lechner klar. Das Geld wird für Sanierungsmaßnahmen im Kanalnetz gebraucht, etwa Tausend Meter Hauptkanal stehen zur Sanierung an.

Seit 1. Januar 2018 sind die Stadtwerke Mehrheitseigentümer des städtischen Gasnetzes, das die GmbH jetzt zusammen mit der Energie Südbayern hält. Noch in diesem Jahr werde es in Waldkraiburg den Hausanschluss für die Gasversorgung aus einer Hand geben.

Die Geothermie, die für 2016 ein positives Jahresergebnis von 47 000 Euro erreichte, ist laut Lechner 2017 störungsfrei gelaufen. In diesem Jahr steht eine große Erweiterung der Fernwärmeversorgung an, die bereits begonnen hat. Betroffen sind die Reichenberger-, Erzgebirgs-, Aussiger- und Graslitzer Straße. Auch Strom- und Wasserleitungen werden bei dieser Gelegenheit verlegt. Im Zuge dieses Ausbaus der Fernwärmeleitung werden die Stadtbau-Gebäude in der Tropschallee angeschlossen und Voraussetzungen geschaffen, in weiteren Schritten gegebenenfalls auch ein neues Baugebiet im Westen oder ein neues Freibad anzubinden. hg

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