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HAARE GESPENDET

Schülerinnen aus Waldkraiburg und Kraiburg opfern lange Mähnen für den guten Zweck

Die 15-jährige Chayenne Röser aus Waldkraiburg nach ihrem Termin beim Friseur. Die Schülerin, die die Deutsche Krebshilfe mit ihrer Haarspende unterstützt, ist mit ihrem neuen Look sehr zufrieden.
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Die 15-jährige Chayenne Röser aus Waldkraiburg nach ihrem Termin beim Friseur. Die Schülerin, die die Deutsche Krebshilfe mit ihrer Haarspende unterstützt, ist mit ihrem neuen Look sehr zufrieden.
  • VonUrsula Huckemeyer
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30 Zentimeter und länger waren die Mähnen, die sich zwei Schülerinnen aus Waldkraiburg und Kraiburg kürzlich beim Friseur haben kürzen lassen. Tamara Moser und Chayenne Röser freuen sich nicht nur über den neuen Look, sondern auch darüber, dass sie mit den langen Haaren Gutes tun konnten.

Waldkraiburg/Kraiburg – Sie heißen zwar nicht Rapunzel, sondern Tamara und Chayenne. Trotzdem können die Mädchen in Sachen Haarlänge beinahe mit der berühmten Märchenfigur mithalten. Zumindest war das vor Kurzem so. Und kurz ist das richtige Stichwort: Die Mähnen von Tamara Moser und Chayenne Röser sind nämlich mit einem schmerzfreien „schnipp-schnapp“ zugunsten krebskranker Menschen der Schere zum Opfer gefallen.

Chayennes abgeschnittener Zopf misst 37 Zentimeter.

Zöpfe für Echthaar-Perücken gespendet

Die abgeschnittenen Zöpfe der Schülerinnen landeten daher nicht im Müll, sondern bei der Organisation „Haare-spenden.de“. Es gibt verschiedene gemeinnützige Organisationen, die Haarspenden annehmen und an Perückenmacher weitergeben.

Max Rieswick gründete vor einigen Jahren den oben genannten Verein. Seither erreichen den Perückenmacher aus dem Münsterland täglich rund 50 abgeschnittene Zöpfe. Daraus werden Echthaar-Perücken für Menschen geknüpft, die keine Haare mehr haben.

Geld fließt an Deutsche Krebshilfe

„Kinder erhalten von uns die Perücken ohne Zuzahlung“, sagt Rieswick auf Anfrage. „Jeder Spenden-Zopf hat einen Wert. Wir spenden daher als Firma den jeweiligen Wert an eine gemeinnützige Organisation, wie beispielsweise die Deutschen Krebshilfe.

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Wie die zwölfjährige Tamara Moser aus Frauendorf erzählt, wäre sie am liebsten schon knapp vor Weihnachten zum Friseur gegangen, doch die Friseure mussten aufgrund der Pandemie schließen. Mittlerweile ist Tamaras Mähne jedoch um 30 Zentimeter kürzer geworden.

Diese lange Mähne hat Tamara Moser für den guten Zweck um 30 Zentimeter kürzen lassen.

Tamara Moser: Meine Haare wachsen wieder

„Aus meinem Haar, gemischt mit anderen Haarspenden, entsteht eine Perücke für krebskranke Menschen. Darüber freue ich mich sehr, denn ich kann mir vorstellen, wie schlimm es sein muss, aufgrund einer Krankheit und einer Therapie seine Haare komplett zu verlieren“, meint die Schülerin und fügt hinzu: „Meine Haare wachsen ja wieder nach, das ist also kein Problem.“

Ihre Freundinnen und allen voran Mama Claudia finden Tamaras Aktion einfach nur wunderbar.

Und so schaut die zwölfjährige Tamara aus Frauendorf nach ihrem Friseurbesuch aus.

Schnell an denn neuen Look gewöhnt

Glücklich und zufrieden schaut auch die Waldkraiburgerin Chayenne Röser mit ihrer neuen Frisur in die Welt hinein. Die 15-Jährige erfuhr über einen privaten Radiosender aus München von der Möglichkeit, Haare zu spenden. Ihr bevorzugter Friseurtermin wäre der 4. Februar gewesen, also der Weltkrebstag. Corona ließ diesen Termin platzen.

37 Zentimeter kürzer

Dafür war es Mitte März soweit: Der Friseur griff zur Schere und schnitt sage und schreibe 37 Zentimeter von Chayennes braunem Haar ab. Sie habe sich schnell an ihren neuen Look gewöhnt, versichert die 15-Jährige und betont: „Es fühlt sich super an, mit einer Haarspende Gutes tun zu können.“ Beide Schülerinnen nahmen ihre Zöpfe mit nach Hause und verschickten sie später per Post an Haare-spenden.de.

Für Tamara und Chayenne stand von Anfang an fest, die Geldspende für ihre Zöpfe sollte an die Deutsche Kinderkrebshilfe gehen.

Haare spenden: Wie‘s geht

Max Rieswick von der Organisation Haare-spenden.de erklärt: „Die Haarzöpfe sollen mindestens 25 Zentimeter lang sein, je länger desto besser. Außerdem kann nur chemisch unbehandeltes Haar verwendet werden. Also keine Farbe, keine Strähnen und auch keine Dauerwellen.“ huc

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