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Feuer in Schönberg: Erst knallte es laut, dann stand der Dachstuhl in Flammen

Der Dachstuhl des Wohnhauses im Weiler Groislmühl, Gemeinde Schönberg stand lichterloh in Flammen
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Der Dachstuhl des Wohnhauses im Weiler Groislmühl, Gemeinde Schönberg stand lichterloh in Flammen
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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  • Raphaela Lohmann
    Raphaela Lohmann
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Der Dachstuhl eines Wohnhauses ist gestern früh in Brand geraten. Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei von einem Blitzeinschlag als Ursache aus. Dies würde auch zu den Aussagen der Bewohner passen.

Der Schaden liegt im sechsstelligen Bereich. Die Ermittlungen hat der Kriminaldauerdienst der Kripo Traunstein übernommen.

Von einem lauten Knall sprach die Bewohnerin des Hauses gegenüber Schönbergs Bürgermeister Alfred Lantenhammer. Er hatte sich noch selbst ein Bild gemacht. Die Frau ging allerdings davon aus, dass der Blitz einen Baum in der Nähe getroffen habe. Auch ein weiterer Zeuge habe gesehen, dass ein Blitz eingeschlagen hätte, nicht aber wo. Die Flammen im Dachstuhl bemerkt hat schließlich ein Nachbar und sofort die Feuerwehr alarmiert. Damit sei wohl ein noch größerer Schaden zu verhindern gewesen.

Auch die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem Blitzeinschlag aus. Das deckt sich damit, dass gegen 7 Uhr eine Gewitterfront über den Brandort im Schönberger Ortsteil Groislmühl gezogen ist. Der Dachstuhl geriet in Brand. Ungefähr 80 Einsatzkräfte der örtlichen und umliegenden Feuerwehren wurden zur Brandbekämpfung alarmiert und gingen von innen und außen gegen die Flammen vor.

„Es war bei den Bewohnern schon wieder eine gewisse Erleichterung zu spüren“, sagte Lantenhammer auf Nachfrage. Ein älteres Ehepaar bewohnt das Haus gemeinsam mit ihrem Sohn. In Teile des Hauses sei kein Löschwasser eingedrungen, weshalb die Bewohner davon ausgehen, dass das Haus kurzfristig wieder bewohnbar sei. Bei Bedarf könnten sie bei Verwandten oder der Tochter vorübergehend unterkommen.

Die Polizei geht von einem Schaden im unteren bis mittleren sechsstelligen Bereich aus. Der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein hat die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen. Erst nach Ende der Löscharbeiten konnten die Beamten die Beweisaufnahme am Brandort fortsetzen.

Außer dem Brand hat das Gewitter gestern Morgen wenig Spuren im Landkreis hinterlassen. Nach Angaben von Kreisbrandrat Harald Lechertshuber lief in eine Handvoll Keller in Mettenheim und Heldenstein Wasser, das die Feuerwehr auspumpte, in Mettenheim stand auf einer Straße kurzzeitig Wasser. Die Polizei meldete keine Einsätze.

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