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Wegen zu hoher Kosten

Schnell-Ladesäulen in Waldkraiburg: Der Standort bleibt – das Konzept ändert sich

Es bleibt beim Standort in der Friedländer Straße: In der ersten Parkbucht (rechts vorne) werden die Ladesäulen aufgebaut.
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Es bleibt beim Standort in der Friedländer Straße: In der ersten Parkbucht (rechts vorne) werden die Ladesäulen aufgebaut.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Der Aufbau einer Schnelllade-Infrastruktur für Elektroautos in der Stadtmitte in Waldkraiburg war längst beschlossene Sache. Doch weil die Kosten davon liefen, musste die Stadt die ursprüngliche Planung ändern. Jetzt hat sie das Konzept geändert.

Waldkraiburg – Es bleibt beim Standort in der Friedländer Straße. Doch bei der Planung und Finanzierung der Schnellladesäulen für Elektroautos gibt es Veränderungen. Die Stadt will mit den Stadtwerken kooperieren. Das kommt sie billiger als bei einer Lösung mit staatlicher Projektförderung. Einen Batzen Geld muss die Kommune aber trotzdem in die Hand nehmen.

Ursprüngliches Konzept war zu teuer

Mit klarer Mehrheit bei vier Gegenstimmen hat der Stadtrat ein neues Konzept gebilligt. Wie Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) mitteilt, war die Ausschreibung des ursprünglich geplanten Konzepts im Frühjahr gestoppt worden. „Die Kosten sind uns davon gelaufen.“ Jetzt übernehmen die Stadtwerke.

Drei Ladestationen mit sechs Ladepunkten

Drei Ladestationen mit insgesamt sechs Ladepunkten sind vorgesehen. In der Friedländer Straße, nahe der bestehenden Trafostation, sollen zwei Ladesäulen mit jeweils insgesamt 150 Kilowatt Ladeleistung und je zwei CCS-Schnellladepunkten entstehen sowie eine Ladesäule mit insgesamt 75 Kilowatt Ladeleistung für zwei Ladepunkte, einem CCS-Schnellladepunkt und einem Normalladepunkt. Fünf Schnellladesäulen stehen der Öffentlichkeit also für Ladegänge von Elektroautos zur Verfügung.

Platzsparende Unterflur-Ladestation kommt nun doch nicht

Der Normalladepunkt ist für ein stationäres Carsharing-Fahrzeug der Stadtwerke vorgesehen. Das ist einer der Unterschiede zum zunächst vorgesehenen Projekt. Auch eine platzsparende Unterflur-Ladestation mit zentralem Bedienterminal wird nun doch nicht realisiert. Statt dessen kommen branchenübliche Ladestationen mit Bediendisplay.

Stadt muss 300.000 Euro Anschubfinanzierung leisten

Der laufende Betrieb werde sich über den Strompreis tragen, so Carsten Schwunck, der Leiter der Stadtentwicklungsabteilung. Doch weil der Aufbau auch dieser reduzierten Schnellladeinfrastruktur sehr kostenintensiv sei, brauche es für den Kauf, die Errichtung und den Betrieb eine Anschubfinanzierung durch die Stadt. 300.000 Euro hat der Stadtrat dafür bereit gestellt. Diese Summe unterschreitet laut Angaben der Stadtverwaltung die bislang zur Verfügung gestellten Ausgabemittel um 90.000 Euro.

AfD lehnt Vorhaben nach wie vor ab

Eine „Investition in die Zukunft“ nannte Schwunck die Lade-Stationen. „Wir müssen als größte Stadt im Landkreis in die Lade-Infrastruktur einsteigen“, sagt Robert Pötzsch.

Unverändert kritisch steht die AfD zu den Plänen. Er sehe wohl, dass die vielen E-Fahrzeuge beladen werden müssten, sei aber von der Technologie unter anderem wegen der zu kurzen Haltbarkeit der Akkus nach wie vor nicht überzeugt, meinte etwa Stadtrat Ernst Schäffer im Stadtentwicklungsausschuss. Fraktionssprecherin Tatjana Zapp kritisierte, dass die Stadt so viel Geld ausgebe, ohne dafür Erträge erwarten zu können.

Geringe Aussichten auf Förderung

Stephanie Pollmann (CSU) hat die Hoffnung auf eine staatliche Förderung nicht aufgegeben und sprach sich dafür aus, das Infrastrukturprojekt doch nicht über die Stadtwerke, sondern über die Stadt laufen zu lassen. Weil es bereits Schnellladesäulen in der Region gibt, hält Carsten Schwunck die Chancen auf eine Förderung für äußerst gering.

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Schnellladeinfrastruktur kann je nach Witterung voraussichtlich im November oder Dezember 2021 erfolgen. hg

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