Schmeckt in Suppe und Salat - Mühldorfer Kräuterpraktikerin Birgit Schmidempfiehlt Brennessel

Die Brennessel galt früher als Beschützerpflanze für Haus und Hof.
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Die Brennessel galt früher als Beschützerpflanze für Haus und Hof.

Früher eine Beschützerpflanze für Haus und Hof - Heute weit verbreitet an Wäldern und Wegrändern: Die Brennessel. Die Mühldorfer Kräuterpraktikerin Birgit Schmid empfiehlt, sie zu pflücken.

Mühldorf – Die Brennessel galt früher als Beschützerpflanze für Haus und Hof. In der heutigen Zeit findet man die Brennessel an Wäldern, Wegrändern, Ufern und Hecken. Die Pflanze ist dicht mit kurzen Borsten und langen Brennhaaren besetzt.

Die bislang erschienenen Teile der OVB-Serie „Das Kräuterrezept“ finden Sie hier.

Der Stängel ist vierkantig, die Blätter sind länglich-eiförmig, zugespitzt und der Rand ist zackig. Die Blüten der Brennessel stehen in Rispen im oberen Bereich der Pflanze.

Es gibt weibliche und männliche Pflanzen. Die weiblichen Blütenstände sind graugrün und hängend, die männlichen Blütenstände sind gelblichgrün und nach oben gerichtet. Zum Pflücken und Verarbeiten empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen.

Verwendung: Blätter und Samenrispen

Verwechslung: mit der kleinen Brennessel, diese ist viel kleiner und hat nur kleine Blütenrispen. Diese kann genauso verwendet werden.

Verarbeitung: Die Brennesselblätter werden ab dem Frühjahr bis Sommer genutzt. Die Samenstände, Rispen ab Juli bis Oktober.

Auch in der Küche kann man die Brennessel vielseitig einsetzen, zum Beispiel in Suppen, als Spinat, in Aufläufen, in Rührei oder die Blütenrispen trocknen und zum Salat geben oder anrösten.

Rezept: Brennesselsalz

Zutaten: 1 Schüssel Brennesselblätter, Ursalz (fein oder körnig) je nach Geschmack beigeben. Es können auch Giersch, Gundermann oder Rosmarin dazu gegeben werden. Zubereitung: Die besten Ergebnisse erzielt man mit einem Mixgerät! Die Brennesselblätter gut anschauen, bitte nur ganze, gesunde Blätter nehmen. Dann in den Mixer geben, bis der ziemlich gefüllt ist. Jetzt das Ursalz noch dazu und auf höchster Stufe kurz mixen, bis alle Blätter sehr klein sind und das Salz grün wird. Das Kräutersalz schüttet man auf ein mit Backpapier ausgelegtes Ofenblech. Alles gleichmäßig darauf verteilen und drei bis vier Tage trocknen lassen. Immer wieder das Kräutersalz wenden, damit es sehr gut trocknet. Dann in ein Glas mit Deckel geben und beschriften.

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