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Schlussstrich unter wichtiges Kapitel der Wirtschaftsgeschichte

Einer der größten Arbeitgeber in der Stadt: die Firma Konen in den 1980er-Jahren. Stadtarchiv

Waldkraiburg – Produziert wurde am Münchener Platz schon lange nicht mehr.

Doch mit dem Abriss des Fabrikations- und Lagergebäudes der Firma Konen ist der endgültige Schlussstrich unter ein wichtiges Kapitel der Waldkraiburger Wirtschaftsgeschichte gezogen. Die Textilindustrie zählte einmal zu den bedeutendsten Branchen in der Stadt, bot vielen Menschen, vor allem Frauen, einen Arbeitsplatz. Und neben Primus, Moser & Göttlicher und anderen war Konen ein besonders wichtiger Arbeitgeber.

Wie Erika Fischer in einem Beitrag über die textilverarbeitende Industrie für die Schriftenreihe „Unser Waldkraiburg“ (Heft 12) ausführt, eröffnete das Münchner Unternehmen 159 einen Zweigbetrieb in der Stadt, zunächst in drei Nebenräumen des Gasthauses „Weißer Hirsch“ in Waldkraiburg-Süd, danach in einem Stockwerk der Firma Baczkiewicz an der Prager Straße und schließlich in einem Neubau an der Erzgebirgsstraße. Ende 1961 wurde das Betriebsgebäude in der Nähe des Münchner Platzes eingeweiht, der seinen Namen übrigens wegen der Konen-Ansiedlung trägt.

Mitte der 1960er-Jahre wurde das Gebäude erweitert und aufgestockt. 2000 Hosen und 400 Westen haben 540 Beschäftigte damals Tag für Tag produziert. 1966 verließ die zwei-millionste Hose die Fertigung in Waldkraiburg.

Beim Neubau der Fabrik hatte das Waldkraiburger Architekturbüro Rösler-Reilich-Rahnsch die örtliche Bauleitung. Architekt Peter Reilich, der im Auftrag des Bauherren den Abriss und die geplant Neubebauung als Fotograf dokumentiert, erinnert sich, dass er drei Jahrzehnte später im Auftrag der Firma Pläne für eine Erweiterung gearbeitet habe.

Es gab Überlegungen, den gesamten Betrieb nach Waldkraiburg zu verlegen, mindestens doppelt so groß wie zuletzt wären die Gebäude geworden, so Reilich. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen wurden in den 1990er-Jahren einige Umbauten realisiert. Am Standort verblieb nur die Muster- und Kleinserienproduktion. Die Belegschaft wurde auf 130 Mitarbeiterinnen reduziert. Auf 30 Arbeitsplätze war der Betrieb geschrumpft, als er 2001 geschlossen wurde. hg

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