Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


GESCHÜTZTE NACHTSCHWÄRMER

Schlechte Zeiten für Abendsegler in der Fledermaus-Hochburg Waldkraiburg?

Die Abendsegler-Population in Waldkraiburg-Süd war einmal eines der größten Vorkommen in Bayern.
+
Die Abendsegler-Population in Waldkraiburg-Süd war einmal eines der größten Vorkommen in Bayern.

Über 500 Abendsegler, eine der größten Fledermausarten Bayerns, wurden in machen Jahren an den Hochhäusern im Süden Waldkraiburgs gezählt. Jetzt sind es nach einer aktuellen Erhebung des Bund Naturschutz nur noch 200. Die Ursache für den Rückgang ist unklar.

Waldkraiburg – Waldkraiburg war viele Jahre eine Hochburg der Abendsegler. Die großen Fledermäuse verbringen hier den Winter und gehen entlang des Inns auf Insektenjagd. Im Frühjahr ziehen alle Weibchen und ein Teil der Männchen nach Nordosten, wo sie in Baumhöhlen leben, in denen auch ein oder zwei Junge pro Weibchen zur Welt kommen. Bis in die Gegend von Berlin oder sogar nach Polen „reisen“ die Waldkraiburger Abendsegler. Das sei durch Wiederfunde beringter Tiere belegt, sagt Biologe Andreas Zahn.

Balzgesänge und Rendezvous in Baumhöhlen

In Waldkraiburg sind ab dem Frühjahr nur noch einige Männchen anzutreffen, „vermutlich die besonders bequemen Exemplare“, so Zahn. Im August kehren die übrigen Abendsegler zurück, einschließlich der im Sommer geborenen Jungen. Die kräftigen Männchen besetzten im Spätsommer und Herbst Baumhöhlen oder Fledermauskästen in Waldkraiburg und Umgebung.

Durch laute Balzgesänge, die aber weitgehend im Ultraschallbereich liegen und daher den Menschen nicht auffallen, locken sie Weibchen zur Paarung an. Doch auch an den Gebäuden ist um diese Zeit schon viel los: Wer nicht gerade ein Rendezvous in einer Baumhöhle hat, hängt an den Hochhäusern nahe der Innkante ab.

Nach der Paarung ins Winterquartier

Nach der Paarung werden dann die Winterquartiere bezogen, die sich oft an südexponierten Hausseiten befinden. Abendsegler halten keinen durchgehenden Winterschlaf und fliegen bei warmer Witterung auch zwischen November und März immer wieder aus. Scheint die Sonne auf ihre Quartiere, kann man oft ihre lauten Sozialrufe deutlich vernehmen. Dadurch lässt sich auch feststellen, welche der Fledermauskästen gerade besiedelt sind. Denn die Abendsegler wohnen inzwischen überwiegend in Quartieren, die man extra für sie gebaut hat.

Bestand hat deutlich abgenommen

Jedes Jahr erfasst der Bund Naturschutz die Zahl der aus den Quartieren ausfliegenden Abendsegler Ende April oder Anfang Mai. Andreas Zahn wird dabei von einigen Helfern unterstützt.

Leider mussten die Naturschützer feststellen, dass der Bestand der geschützten Tierein den letzten Jahren deutlich abgenommen hat. Nur knapp über 200 Tiere zählten sie in diesem Jahr.

Bayernweiter Trend

Waldkraiburg nehme da keine Sonderrolle ein, so der Biologe, der im Auftrag des Landesamtes für Umwelt den Fledermausschutz in Südbayern koordiniert, Es gibt einen bayernweiten Trend. „Die Ursachen sind nicht geklärt.“ Als Insektenfresser sind Abendsegler auf ein reiches Angebot großer und nachts fliegender Insekten angewiesen. Alle Maßnahmen die Nachtfalter & Co fördern, wie etwa „wilde“ Grünanlagen und Gärten, helfen letztlich auch Fledermäusen.

Am „experimentellen Wohnungsbau“ für Nachtschwärmer in Waldkraiburg-Süd liegt es nicht

Als vor fast einem Jahrzehnt die Hochhäuser im Süden der Stadt Waldkraiburg saniert und wärmegedämmt wurden, mussten die ursprünglichen Verstecke der Fledermäuse, die Spalten hinter den Eternitverkleidungen der Häuser, beseitigt werden.

Da Fledermausquartiere aber gesetzlich geschützt sind, wurde in Form verschiedener Fledermauskästen Ersatz geschaffen. Rund 13 000 Euro hatte die Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft nach eigenen Angaben damals für die Kästen an ihren Häusern aufgebracht, sogar 16 000 Euro kostete der„experimentelle Wohnungsbau“ für die flatterhaften Nachtschwärmerdie Stadtbau Waldkraiburg GmbH an ihren Gebäuden

Die Quartiere haben die Tiere laut Dr. Zahn mittlerweile gut angenommen. Dass der Rückgang der Population daran liegen könnte, schließt der Fledermaus-Experte aus.hg

Tendenz fallend: Die Zahl der Abendsegler in

Mehr zum Thema

Kommentare