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45 MINUTEN VOR DER EISHALLE GESTANDEN

Schlecht organisiert? Bürger ärgern sich über Wartezeiten bei Impfaktion in Waldkraiburg

Auch wenn’s so ausschaut: Nicht auf Einlass in den Biergarten, sondern zur Zweitimpfung warteten die Menschen am Sonntag länger als ihnen lieb war.
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Auch wenn’s so ausschaut: Nicht auf Einlass in den Biergarten, sondern zur Zweitimpfung warteten die Menschen am Sonntag länger als ihnen lieb war.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Lange Warteschlangen bildeten sich bei der Sonderimpfaktion vor der Waldkraiburger Eishalle. War die Zweitimpfung schlecht organisiert, wie verärgerte Bürger finden? Oder lag der Stau auch daran, dass sich viele Impflinge nicht an die Regeln hielten?

Waldkraiburg – „Da hat wahrscheinlich ganz Waldkraiburg einen Termin um 17 Uhr bekommen.“ So kam es nicht nur Peter Maier aus Heldenstein vor, als er am Sonntag in der Warteschlange vor der Eishalle auf Einlass zur Zweitimpfung anstand. Auch Joachim Grytzyk kritisierte die Organisation. Seine Befürchtung: Wenn das Impfen mit solchen Hürden verbunden ist, könnte das besonders bei jenen, die zögern, sich impfen zu lassen, die Motivation drücken.

580 Menschen in der Eishalle geimpft

580 Personen wurden am Sonntag nach Angaben des Landratsamtes in der Eissporthalle zum zweiten Mal geimpft. Die Termine seien gleichmäßig über den Tag verteilt worden, beteuert das Landratsamt.

Den Wartenden kam das nicht so vor. „Ein Scherz, oder?“, fragte Joachim Grytzyk aus Waldkraiburg, der „pünktlich“ um 17.15 Uhr bestellt worden war und ganz am Ende einer Schlange stand, die etwa 60 Personen umfasste, alle mit dem Termin 17 oder 17.15 Uhr.

Für ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Personen eine Zumutung

45 Minuten dauerte es, bis er endlich den Halleneingang erreichte und der Security-Mann ihn durchwinkte. 45 Minuten im Freien auf hartem Boden – das sei für gesundheitlich eingeschränkte Personen „kein Pappenstiel“, findet Grytzyk. Eine ältere Frau habe vom Stehen „so starke Rückenschmerzen bekommen, dass sie weggehen musste, um sich irgendwo setzen zu können“. In der Halle habe er eine Frau mit Krücken gesehen, die das Warten sicher auch nicht genossen habe. „Da lohnt sich eine bessere Organisation schon. Zumindest ein Hinweis auf lange Wartezeiten ist angebracht, dann bringt man sich einen Klapphocker mit.“ Die Warterei wäre „vermeidbar, so Grytzyk, „mit dem einfachen Dreisatz: Pro Impfling im Schnitt drei Minuten, also fünf Impflinge pro Viertelstunde mal Zahl der Impfstellen“.

Landratsamt bestätigt „Verzögerungen“

Das Landratsamt bestätigt „Verzögerungen“ und führt dafür eine Reihe von Gründen an: Bei einer Sonderaktion seien die infrastrukturellen Voraussetzungen anders als im Impfzentrum. Weil wegen der Bauarbeiten in der Halle Termine verschoben werden mussten, „war die Vergabe von mehr Terminen pro Zeitslot nötig“, so die Behörde weiter. Da die Impflinge bei der Zweitimpfung auf einen mRNA Impfstoff wechseln konnten, brauche es zudem geringfügig mehr Zeit für eine neue Aufklärung.

Einige kamen zu früh, andere ohne Termin

Ein weiteres Problem: Einige Personen seien nicht zu ihrem Termin gekommen, sondern teilweise deutlich früher, andere kamen unabgemeldet nicht, wieder andere hatten keinen Termin.

Lob für die Mitarbeiter: „Drin ging alles zügig und reibungslos“

Übrigens äußerten einzelne Wartende auch Verständnis. „Wir sind noch immer im Ausnahmezustand. Es is wia’s is. Das sollte man hinnehmen“, meinte etwa Alfred Tanzer aus Jettenbach. Und auch Joachim Grytzyk merkte an: „Als wir mal drin waren, ging alles zügig und reibungslos.“ Ausdrücklich lobte er die Mitarbeiter, „die sogar am Sonntag für uns da waren“.hg

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